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Libra-Alternative: EU könnte eigene Digitalwährung einführen

Die Europäische Zentralbank könnte eine eigene Digitalwährung einführen. (Foto: dpa)

Die Europäische Union fürchtet wegen Facebooks Libra-Plänen um ihre Finanzstabilität. Jetzt überlegt sie, eine eigene Alternative zu entwickeln.

Die Europäische Zentralbank überlegt, Libra mit einer einen Digitalwährung Konkurrenz zu machen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, der ein Entwurf der finnischen Ratspräsidentschaft für eine Regulierung von Digitalwährungen vorliegt. Die europäischen Finanzminister könnten laut Reuters am Freitag über den Entwurf diskutieren und im Dezember darüber abstimmen.

Die Europäische Zentralbank und andere Zentralbanken in der EU sollten die Möglichkeiten und Herausforderungen untersuchen, die eine eigene Digitalwährung mit sich bringen würde, heißt es demnach in dem Dokument.

EU arbeitet an Regulierungen und Alternative

Seit Facebook im Juni offiziell die Digitalwährung Libra angekündigt hatte, haben europäische und amerikanische Politiker diese Pläne immer wieder wegen Sorgen um die Finanzstabilität kritisiert und eine Regulierung gefordert. Angesichts der lauter werdenden Kritik haben sich inzwischen mehrere wichtige Partner aus dem Projekt zurückgezogen, darunter Paypal, Mastercard und Visa.

Jetzt erwägt die EU offenbar, noch über Regulierung hinauszugehen und Libra mit einem eigenen Angebot Konkurrenz zu machen. Das Projekt könnte Nutzern erlauben, elektronisches Geld zu nutzen, ohne ein Bankkonto zu besitzen, zitiert Reuters einen Beamten der Europäischen Zentralbank. Auf Finanzintermediäre oder Clearing-Gegenparteien könnte man bei der Verarbeitung digitaler Zahlungen dann verzichten, indem die EZB all diese Funktionen übernimmt.

Das Geld wäre demnach das direkt bei der Europäischen Zentralbank hinterlegt. So sähe allerdings die ehrgeizigste Version des Projekts aus – im Laufe der Diskussionen über den Entwurf kann sich der Plan noch ändern.

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