Sponsored Post Was ist das?

Lieferzeiten: Bei diesen Formulierungen droht dir eine Abmahnung

(Foto: © alphaspirit / fotolia)

Anzeige

Ob der Versand im Online-Handel nach Plan verläuft, hängt von vielen Faktoren ab. Das beauftragte Versandunternehmen kann sich verspäten oder es dauert länger als geplant die bestellte Ware versandfertig zu machen.

Bernadette Mohme von Protected Shops hat recherchiert, das Online-Händler seit der Umsetzung der Verbraucherrechte-Richtlinie im Jahr 2014 dazu verpflichtet sind, ihre Kunden darüber zu informieren, wann die bestellte Ware eintrifft. Dies ist nicht immer einfach, denn es ist schwer abzuschätzen, wann die Ware dem Kunden zugestellt wird.

Online-Händler stehen vor Schwierigkeiten

Shop-Betreiber stellt das vor eine große Herausforderung. Sie können einerseits keine genauen Angaben zum Zeitpunkt des Eintreffens der Ware beim Kunden machen, da es kaum möglich ist, einen reibungslosen Versand zu garantieren. Andererseits hat der Händler die Pflicht, die Angaben zur Lieferzeit so genau wie möglich zu machen. Viele Händler weichen daher auf schwammige Formulierungen aus, um die Unwägbarkeiten, die beim Versand auftreten, ausgleichen zu können.

(Foto: © Minerva Studio / fotolia)

Unklare Angaben zur Lieferzeit sind unzulässig

Zahlreiche unklare Formulierungen wurden schon von den Gerichten für unzulässig erklärt und sollten daher unbedingt vermieden werden.

Nach ständiger Rechtssprechung stellen Angaben zur Versanddauer Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) dar. Allgemeine Geschäftsbedingungen sind unwirksam, wenn die Klausel eine nicht hinreichend bestimmte Frist vorbehält (§ 308 Nr. 1 BGB). Gerichtlich für unzulässig erklärt, weil sie nicht hinreichend bestimmt sind, wurden bereits folgende Angaben:

  • „Lieferzeiten unverbindlich.“
  • „Lieferzeiten auf Anfrage.“
  • „Versand erfolgt in der Regel in 2 – 4 Tagen.“
  • „Voraussichtliche Versanddauer: 1 – 3 Tage.“
  • „Voraussichtlich Versanddauer: 1 – 3 Tage“ bei Amazon

Auf der Plattform Amazon kam es im letzten Jahr häufig zu Abmahnungen, da die Angabe „voraussichtliche Versanddauer: 1-3 Tage“ von Amazon automatisiert vorgegeben wurde und Amazon-Verkäufer keine andere Möglichkeit hatten, als die festgelegten Optionen zu übernehmen.

Zwischenzeitlich hat Amazon jedoch die Möglichkeit eingeräumt, den Zusatz „voraussichtlich“ zu entfernen oder in „Standardversand“ zu ändern. Davon haben auch schon zahlreiche Händler Gebrauch gemacht. Händler, die ihre Produkte auf Amazon vertreiben, sollten aber unbedingt prüfen, ob der Zusatz „voraussichtlich“ bei den Angaben zum Versand ihrer Artikel auftaucht. Falls dies noch der Fall sein sollte, sollten sie sich an den Plattformbetreiber wenden und die Entfernung des Zusatzes fordern, um kein Abmahnrisiko einzugehen.

Hier liest du den ganzen Artikel mit den zulässigen Angaben!  Für weitere Themen bleibst du immer up to date mit dem VersaCommerce Newsletter.

Jetzt abonnieren!

Du findest VersaCommerce auch auf Facebook.

 

 

 

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung