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Japans Messaging-Riese Line startet eigene Kryptobörse

Bitbox ist die Kryptobörse der Betreiber des Line-Messengers. (Grafik: Line)

Die Macher von Japans größtem Messaging-Dienst haben mit Bitbox eine eigene Kryptobörse aus der Taufe gehoben. Der Dienst ist in Deutschland, nicht aber im Heimatland Japan verfügbar.

Im Januar 2018 hat der japanische Messaging-Dienst Line den Aufbau einer Kryptobörse angekündigt. Die Handelsplattform mit dem Namen Bitbox hat jetzt den Betrieb aufgenommen und ist für alle interessierten Krypto-Spekulanten weltweit verfügbar – nur im Heimatmarkt des Messengers und den Vereinigten Staaten kann Bitbox derzeit nicht genutzt werden. Bitbox verlangt für jede Transaktion eine Gebühr in Höhe von 0,1 Prozent. Um möglichst viele Nutzer auf die Plattform zu locken, will Bitbox bis zum 15. August 2018  auf Gebühren verzichten.

Kryptobörse von Line: Bitbox steht auch deutschen Nutzern offen. (Grafik: Line)
Kryptobörse von Line: Bitbox steht auch deutschen Nutzern offen. (Grafik: Line)

Auf Lines Bitbox-Kryptobörse können eine ganze Reihe von Kryptowährungen gehandelt werden. Der direkte Tausch gegen US-Dollar ist derzeit jedoch nur gegen Bitcoin, Ether und Bitcoin Cash möglich. Mit Line Pay betreibt der Anbieter bereits seit 2014 einen eigenen Bezahldienst, der an den Messenger des Unternehmens gekoppelt ist. Über den werden nach Unternehmensangaben jährlich mehr als drei Milliarden Euro umgesetzt. Mit Bitbox will das japanische Unternehmen jetzt seine Angebote im Finanzsektor ausbauen. Langfristig will Line auch Kredite und Versicherungsdienstleistungen verkaufen.

Viele Messenger setzen auf Kryptowährungen

Line ist nicht der einzige Messenger, der im letzten Jahr auf die Kryptowelle aufgesprungen ist. Den Anfang haben die Betreiber des kanadischen Kik-Messengers gemacht, der 2017 über eine Initial Coin Offering (ICO) fast 100 Millionen US-Dollar einnehmen konnte. Auch Telegram wollte daraufhin eine öffentliche ICO durchführen, bevor das Unternehmen 1,7 Milliarden Dollar von privaten Investoren einnahm. Außerdem kündigten die Betreiber von Kakaotalk, Südkoreas meistgenutzte Messaging-App, im März 2018 an, eine eigene Blockchain-Abteilung aufzubauen.

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