News

Netzwerken für Schreibfaule: Linkedin startet Sprachnachrichten

(Foto: Linkedin)

Linkedin wird es Nutzern seines Business-Netzwerks bald ermöglichen, per Sprachnachricht miteinander zu kommunizieren. Ob das Feature sich durchsetzt, ist aber fraglich.

Seit rund einem Jahr können Linkedin-Nutzer auf der Plattform Videos teilen und hochladen – eine weitere Möglichkeit, um im beruflichen Umfeld zu kommunizieren. Jetzt ermöglicht es das soziale Business-Netzwerk seinen Nutzern, Sprachnachrichten zu verschicken. Linkedin, so lässt sich der entsprechende Blogeintrag interpretieren, will damit offenbar Schreibfaule zur Kommunikation bewegen. Ob das Erfolg hat?

Linkedin: Einminütige Sprachnachrichten aufnehmen und versenden

Im „Nachrichten“-Bereich der Linkedin-Apps für iOS und Android sollen Nutzer in den kommenden Wochen die Möglichkeit erhalten, bis zu einminütige Sprachnachrichten aufzunehmen und zu verschicken. Empfangen können sollen sie auch Nutzer der Webversion des Business-Netzwerks. Linkedin wirbt für das neue Feature mit der Idee, statt lange zu tippen, bald einfach die Nachricht einsprechen zu können. Das erhöhe die möglichen Arten der Konversation.

Einfach unterwegs per Sprachnachricht kommunizieren – so stellt sich Linkedin das Netzwerken der Zukunft vor. (Gif: Linkedin)

Für die Empfänger soll das Sprachnachrichten-Feature den Vorteil haben, dass sie nicht durch einen Anruf aus ihrer Tätigkeit herausgerissen werden. Die Sprachnachricht lasse sich abrufen, wenn man dafür Zeit habe, so Linkedin. Zudem könne man in einer Sprachnachricht viel effektiver kommunizieren und eine persönliche Beziehung aufbauen.

Eine Sprachnachricht soll künftig einfach durch das Tippen auf das Mikrofonsymbol im Smartphone-Keyboard gestartet werden können. Die Aufnahme selbst beginnt, wenn auf das sich öffnende große Mikro getippt und das Symbol gehalten wird. Beim Loslassen wird die Nachricht versendet. Will ein Nutzer die Nachricht lieber doch nicht verschicken, muss er bei gedrücktem Mikrofonsymbol mit dem Finger zur Seite wischen.

Ob Business-Kontakte sich via Sprachnachricht anbahnen lassen?

Während der Vorgang tatsächlich sehr nutzerfreundlich umgesetzt ist, ist es fraglich, ob Linkedin-Nutzer das Feature in größerem Umfang verwenden werden. Schließlich dürfte es sich bei einem Großteil der Nachrichten um Erstkontakte handeln, mit denen man Geschäfte oder Kooperationen anbahnen oder bei denen man sich bewerben will. Eine einminütige, im Stress aufgenommene Sprachnachricht ist da wohl in den meisten Fällen kontraproduktiv.

Ebenfalls interessant: Die Bahn schafft das Bewerbungsschreiben ab

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung