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Nach Linkedin-Übernahme: Was Microsoft jetzt plant

(Foto: Microsoft)

Was bringt die Linkedin-Übernahme und welche Gefahren birgt die Fusion für Nutzer und die Konkurrenz?


Die Übernahme von Linkedin rückt näher: Die EU-Wettbewerbshüter haben Microsoft grünes Licht für den Kauf des Karrierenetzwerks gegeben. Ausschlaggebend dafür waren Zugeständnisse, die der US-Softwarekonzern der EU-Kommission angeboten hatte – unter anderem einen offenen Zugang für konkurrierende Dienste wie Xing. Microsoft will seinen 26 Milliarden US-Dollar teuren Zukauf mit der Öffnung seiner Outlook-Plattform absichern. Der Konzern von CEO Satya Nadella hat nämlich vor, die Bürosoftware in das Karrierenetzwerk zu integrieren. Um die Wettbewerbshüter zu beruhigen, öffnet Microsoft Outlook nun ebenfalls für Linkedin-Konkurrenten wie die deutsche Plattform Xing. Auch sie sollen von Microsofts E-Mail- und Kalender-Programm profitieren können. Das Wall Street Journal berichtete darüber unter Berufung auf informierte Personen.

Mit diesen Funktionen können etwa Informationen aus diversen Business-Netzwerken zum Beispiel direkt in Kalender-Einträge in Outlook integriert werden. Zugleich sollen Computer-Hersteller wie Hewlett Packard oder Dell den Vorschlägen zufolge Linkedin-Verknüpfungen auf ihren Geräten deaktivieren können, schrieb die Zeitung weiter.

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Bild: Shutterstock

Einen Zugang zu Linkedin-Daten für Rivalen soll es demnach aber nicht geben. Das hatte Salesforce gefordert, die ebenfalls Linkedin haben wollten, im Bieterstreit aber unterlegen war. Die Unternehmenssoftware-Firma, die zuletzt auch an einem Kauf von Twitter interessiert war, hatte die Untersuchungen durch die Behörden erst in Gang geschoben und zu einer genauen Prüfung des Fusionsvorhabens aufgefordert, weil Gefahren für Wettbewerb und Datenschutz bestünden.

Offensive gegen andere Wettbewerber

Das bedeutet, dass der Übernahme von Linkedin durch Microsoft nun nichts mehr im Weg steht. CEO Nadella verfolgt damit weiter die Strategie, den einstigen Software-Konzern verstärkt hin zu einem Anbieter für Cloud-Computing und Dienstleistungen zu entwickeln und damit Rivalen wie Google und Facebook das Leben schwer zu machen. Im Geschäft mit der Datenwolke verzeichnete Microsoft zuletzt einen Umsatzanstieg um acht Prozent auf 6,4 Milliarden US-Dollar und überraschte damit die Analysten – der Cloud sei Dank. Die Konkurrenten scharren aber bereits mit den Hufen: Facebook beispielsweise hat es offenbar ebenfalls auf den Stellenmarkt abgesehen und testet in den USA derzeit eine Funktion, bei der Arbeitgeber Stellenanzeigen aufgeben und Jobsuchende eine Bewerbung abgeben können. Facebooks Angriff auf die Karrierenetzwerke reiht sich in eine Serie zahlreicher Offensiven gegen andere Wettbewerber ein. Anfang Oktober startete Facebook einen den Launch von „Gameroom” – einer Plattform, mit der sich Kunden Spiele für den PC kaufen und herunterladen können. Ein klarer Vorstoß gegen den Platzhirsch Steam.

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