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Microsoft holt Linkedin in die Azure Cloud

(Bild: Microsoft/t3n)

Als Microsoft 2016 Linkedin übernahm, gewährten die Redmonder dem Business-Netzwerk weitestgehende Souveränität, auch was die Wahl der Server anging. Jetzt scheint es aber, dass Linkedin doch von den eigenen Rechenzentren in Microsofts Azure Cloud wechseln wird.

Mit dem Kauf von Linkedin strebte Microsoft unter anderem eine Integration in die eigenen Services wie beispielsweise Dynamics und Schnittstellen für Recruiter an. Darüber hinaus ließ das – von der Marktkapitalisierung ausgehend – wertvollste Unternehmen der Welt seinem Zukauf freie Hand bei den eingesetzten Technologien. Auch wenn Microsoft selbst eigene Alternativen anbot. Seit ungefähr 2012 betreibt Linkedin eigene Rechenzentren und teilte auch 2017 noch mit, dass man weiter dabei bleiben werde.

Wechsel zu Azure in den nächsten Jahren

Wie Mohak Shroff, Senior Vice President of Engineering bei Linkedin, in einem Blogpost mitteilte, scheint das Netzwerk nun aber doch unter die Cloud-Fittiche der Muttergesellschaft zu gehen. Nachdem das Unternehmen in den letzten Jahren eine Reihe von Azure-Technologien erfolgreich im Einsatz hatte, sei der Schritt zum Wechsel nun eine logische Konsequenz. Dazu gehören unter anderem die Beschleunigung für die Delivery von Video-Beiträgen, automatisierte Übersetzungen sowie der Filterung von unerwünschtem Content.

Die Migration zu Azure wird laut Linkedin einige Jahre in Anspruch nehmen und sei unter anderem notwendig, um das weitere Wachstum des Netzwerks zu gewährleisten. Die Kostenfrage dürfte ebenfalls einen Rolle gespielt haben, weshalb das Hosting und die Delivery der eigenen Services in Microsofts Cloud-Infrastruktur auch finanzstrategisch Sinn ergeben dürfte.

Microsoft kratzt zusammen

Historisch betrachtet, versucht Microsoft schon seit Jahren seine Services unter einem Dach zu sammeln. Nach dem Wechsel der 14.000 Linkedin-Mitarbeiter von Googles Collaboration-Tools der G Suite zu Office 365 in den letzten Jahren bleiben jedoch immer noch einige Dienste, die weiterhin nicht in der Azure-Cloud laufen. Darunter zählen unter anderem Legacy-Versionen von Office 365 sowie Xbox Live, die in eigenen Rechenzentren gehostet werden, während die respektiven Azure-Varianten weiterentwickelt und mit neuen Features versorgt werden.

via engineering.linkedin.com

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