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Neue Urteile zur Linkhaftung: Das müssen Seitenbetreiber jetzt wissen

(Foto: Shutterstock)

Nach Auffassung des LG Hamburg muss nicht jeder Seitenbetreiber Links vorab auf eine mögliche Urherberrechtsverletzung prüfen. Wir schauen uns an, was das konkret bedeutet.

LG Hamburg zur Linkhaftung: Nicht jeder Anbieter muss Links vorab prüfen

Die Wellen schlugen hoch, als der Europäische Gerichtshof 2016 erklärte, dass schon die bloße Verlinkung auf Online-Inhalte potenziell eine Urheberrechtsverletzung darstellt. Eine gefährliche Auffassung, die viele Website-Betreiber verunsicherte. Im Sommer 2017 hat sich das Landgericht Hamburg mit gleich zwei Fällen dieser Art beschäftigt und gelangte dabei zu einer etwas differenzierteren Betrachtung.

In beiden Fällen ging es um einen Mops. Natürlich keinen gewöhnlichen Mops, sondern einen Vertreter der englischen Hunderasse, der es auf Instagram zu einer gewissen Bekanntheit gebracht hat und entsprechend vermarktet wird. Dessen Konterfei wurde ohne Erlaubnis seiner Besitzerin von einem Amazon-Händler auf Handyhüllen und Kissen abgedruckt und über die Plattform verkauft.

Die Klägerin ging daraufhin gerichtlich gegen eine Produktsuchmaschine und einen Affiliate-Blog vor, die auf die unlizenzierten Produkte verlinkten. Beide Fälle wurden vom Landgericht Hamburg abgewiesen, da es den jeweiligen Betreibern aufgrund der Beschaffenheit ihrer Web-Angebote nicht zuzumuten wäre, alle Links vorab auf mögliche Urheberrechtsverletzungen zu prüfen.

Gute Nachrichten für Affiliate-Portale

Für Affiliate-Portale sind die Entscheidungen des LG Hamburg grundsätzlich positiv zu werten. Nicht nur müssen massenhaft geschaltete Links nicht aktiv vorab geprüft werden, auch erklärt das Gericht in seiner Urteilsbegründung, dass Affiliate-Anbieter davon ausgehen können, dass bei Amazon eingestellte Produktbilder keine Urheberrechtsverletzung darstellen, da die Handelsplattform in ihren AGBs ganz klar vorschreibt, dass die Händler die Inhaber des Bildmaterials sind.

Grundsätzlich gilt aber nach wie vor die Auffassung des Europäischen Gerichtshofs, nach der Website-Betreiber potenziell für ihre Links haften. Wer also beispielsweise in seinem Blog auf Inhalte auf File-Sharing-Seiten verlinkt, der sollte sich vorher besser informieren, ob die dort gelagerten Inhalte auch wirklich vom Urheber dafür freigegeben wurden.

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via irights.info

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