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Klartext von Linux-Erfinder Torvalds: „Ich verabscheue Twitter, Facebook und Instagram“

Linux-Erfinder Linus Torvalds. (Foto: TED)

Der Linux-Erfinder Linus Torvalds hat in einem Interview gegen moderne soziale Medien gewettert. Er verabscheue Twitter, Facebook und Instagram, die Plattformen seien eine Seuche.

Linus Torvalds, Erfinder des Open-Source-Betriebssystems Linux und Entwickler des Versionsverwaltungssystems Git, gilt als einer der einflussreichsten Programmierer der Welt. Der Finne ist aber auch bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. In einem Interview mit dem Linux-Journal hat Torvalds jetzt gegen moderne soziale Medien gewettert. Er verabscheue Twitter, Facebook und Instagram. Sie seien eine Seuche und förderten schlechtes Benehmen, so Torvalds.

Das Problem liegt laut dem Linux-Erfinder vor allem darin, dass man im Internet die feinen Unterschiede in der Kommunikation, etwa zwischen Humor und Sarkasmus, schlechter unterscheiden könne. Es geschehe aber auch leicht, dass man selbst die Reaktion des Empfängers übersehe, urteilte Torvalds. In einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht würde das nicht so schnell passieren.

Torvalds: Teilen und Liken ist Müll

Das ganze Modell des Teilens und Likens ist laut Torvalds jedenfalls „Müll“. „Es gibt keine Bemühungen und keine Qualitätskontrolle“, sagte der Linux-Erfinder dem Linux-Journal. Es werde mit niedrigsten gemeinsamen Nennern und Clickbait gearbeitet, sowie mit Dingen, die eine emotionale Reaktion hervorrufen sollen, die oft moralische Empörung auslöst. Komme dann noch die Anonymität hinzu, werde es widerlich, so der Entwickler.

Zwar sei die Wahrung der Anonymität für Whistleblower wichtig, aber wer verrückte Dinge auf einer Social-Media-Plattform teile, der sollte schon sichtbar sein, meint Torvalds. Und: Anonymität hat laut dem Linux-Erfinder nichts mit der Wahrung der Privatsphäre zu tun. Torvalds selbst ist laut eigenen Angaben nicht in den sozialen Medien aktiv. Er habe eine Zeitlang Google Plus ausprobiert, das habe aber nirgendwohin geführt. Stattdessen spricht sich Torvalds für E-Mails aus.

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2 Kommentare
dennis
dennis

Ganz seiner Meinung. Er hat einfach Recht.

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Michael Weber
Michael Weber

Ja toll. Dann kuck mal alleine auf FB wieviel Konten Linus Torvalds hat. 6 an der Zahl. HALLO :D

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