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Handelsstreit: Huawei fordert 1 Milliarde Dollar an Lizenzgebühren von Verizon

Huawei. (Foto: viewimage/ Shutterstock)

Im Streit zwischen den USA und Huawei gibt es eine neue Entwicklung. Der chinesische Konzern, der auf eine Blacklist gesetzt wurde, fordert jetzt Lizenzgebühren von US-Mobilfunkern.

Nachdem die US-Regierung Huawei vor wenigen Wochen auf eine Blacklist gesetzt hat, was US-Firmen die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Konzern verbietet, schlägt Huawei jetzt zurück. Das Unternehmen fordert von US-Mobilfunkern Lizenzgebühren für die Nutzung seiner Patente, wie Reuters unter Berufung auf mit dem Thema vertraute Personen berichtet. Im Fokus steht demnach zunächst Verizon, von dem Huawei mehr als eine Milliarde US-Dollar fordert.

Huawei will Geld von Verizon für Netzwerk-Patente

Eine entsprechende Forderung habe Huawei schon im Februar an Verizon gestellt, wie das Wall Street Journal schreibt. Die insgesamt 230 Patente betreffen den Medienberichten zufolge Netzwerk-Equipment, Infrastruktur-Hardware für Festnetzverbindungen und Technologie für das Internet der Dinge. Die möglichen Lizenzgebühren betreffen die Netzwerke und Dienste von rund 20 US-Unternehmen. Einige sind über die Forderungen an Verizon mit abgedeckt. Andere haben ebenfalls Forderungen von Huawei erhalten.

Die betroffenen Firmen haben sich an die US-Regierung gewandt. Schließlich, so Reuters, dürfte hinter der Forderung eher eine geopolitische Retourkutsche an die USA wegen des Handelsstreits stecken als ein echter Wunsch nach Erstattung von Patentgebühren. Verizon-Sprecher Rich Young wollte den konkreten Fall nicht kommentieren, sagte aber, dass es um mehr gehe als um seinen Konzern. „Alles, bei dem Huawei involviert ist, hat Auswirkungen auf unsere gesamte Branche und wirft auch nationale und internationale Bedenken auf“, so Young. T-Mobile USA, AT&T und Sprint haben sich zu dem Thema nicht geäußert.

Das Vorgehen der US-Behörden gegen Huawei in den vergangenen Wochen zeigt schon große Auswirkungen. So hat etwa Google unter dem Druck der Trump-Regierung Huawei die Lizenz für sein mobiles Betriebssystem Android entzogen. Auch Chiplieferanten arbeiten vorläufig nicht mehr mit Huawei zusammen. Daraufhin soll der chinesische Konzern die Produktion neuer Smartphones zurückgefahren haben. Beim 5G-Netzwerkausbau in den USA wird Huawei wohl unter Trump nicht zum Zuge kommen. Auch andere Länder überlegen wegen angeblicher Spionagehintertüren in Huawei-Komponenten den Einsatz beim 5G-Ausbau.

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