Ratgeber

Lücken im Lebenslauf: So solltest du damit umgehen – aus Sicht eines Profis

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Ein weiterer Faktor, der neben dem Grund einer Auszeit von Personalern betrachtet werde, sei die Dauer der Lücke im Lebenslauf. Bei längeren Lücken werde es schwieriger. Denn, klar sei, dass auch irgendwann der Punkt erreicht werde, an dem Bewerber fachlich den Anschluss verpassen könnten: „Vor allem in technischen Bereichen kann es schwierig werden, wenn man vier Jahre lang nicht im Beruf war und so eventuell neue Technologien oder generelle Veränderungen verpasst hat“, räumt der HR-Manager ein.

Wer die Möglichkeit habe, solle auch während der Pause schauen, dass er sich in irgendeiner Art und Weise engagiere. Weiterbildungen oder Ehrenämter böten sich an, denn hier könne man in der Regel frei über die Zeiten entscheiden.

Mut zur Lücke im Lebenslauf: Seid ehrlich und hört auf mit den ,Schönereien!‘“

Grundsätzlich sollten Bewerber ehrlich mit ihren Lücken umgehen. Insofern man eine Auszeit nicht nur aus Faulheit genommen habe, ließen sich die Gründe in einem persönlichen Gespräch immer auch gut erklären. Von „Lebenslaufschönerei“ rät Christoph Schipper auf jeden Fall strikt ab, denn „am Ende besteht immer die Gefahr, dass die Lügen nach hinten los gehen und durch irgendwelche Umstände ans Tageslicht kommen“.

Auf die Frage hin, ob Bewerber denn wirklich immer ehrlich sind oder die „Schönerei“ inzwischen gängig ist, sagt der erfahrene Personaler: „Mittlerweile bin ich der Meinung, dass die meisten Bewerber ehrlich mit Auszeiten, Wünschen und Erwartungen umgehen.“ Denn für Schipper steht fest: Am Ende kann nur so ein vertrauensvolles und kollegiales Miteinander entstehen.

Erfolgreicher im Job: Diese Apps helfen euch bei der Karriere
Jobsuche: Die kostenlose Truffls-App für iOS und Android ist ein Tinder für Bewerber. Wer auf der Suche nach einem interessanten Job ist und fündig wird, swipt einfach nach rechts und schickt einen Lebenslauf ab. Antwortet das Unternehmen, kommt es zum Match. (Grafik: t3n / dunnnk)

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2 Kommentare
Martin Wunderlich
Martin Wunderlich

Ich habe eh nie verstanden, warum man sich für solche Lücken schämen sollte. Irgendeinen Grund gibt es ja immer dafür und zumindest mir geht es so, dass wenn mich ein Unternehmen aus solch einem albernen Grund nicht nehmen würde, dann hätte es Pech gehabt und die hätten aus meiner Sicht eine zweifelhafte Personalauswahl und daher evtl. schlechte Teamzusammensetzungen.

Antworten
Deutscher in Tirol
Deutscher in Tirol

Sehe ich genauso, in dem Sinne haben allerdings die meisten Unternehmen Deutschlands eine zweifelhafte Personalauswahl, irgendwann wird sich das aber auch ändern, wenn auch dort angekommen ist, dass sie die Stellen ansonsten nicht besetzt bekommen.

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