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Lukrativer Reisemarkt – Google überarbeitet die Hotelsuche-Funktion

(Foto: Shutterstock)

Google hat der Desktop-Hotelsuche einer Frischzellenkur unterzogen. Damit könnte sich der Suchgigant einen noch größeren Teil des lukrativen Marktes sichern.

Im Februar 2018 hatte Google die mobile Hotelsuche überarbeitet. Jetzt wurde auch die Desktop-Variante angepasst und erstrahlt in einem moderneren Design. Aus Nutzersicht unterscheidet sich das Ganze nicht übermäßig von Angeboten anderer Meta-Hotelsuchen. Nach Eingabe von Ort und Reisezeitraum werden verfügbare Hotels samt Kundenbewertungen und den Preisen verschiedener Anbieter angezeigt.

Google und der Online-Reisemarkt

Für Google ist es ein lohnenswertes Geschäft: Reiseanbieter wie Booking.com oder Expedia gehören zu den größten Werbekunden des Unternehmens. 2017 gab Expedia 5,2 Milliarden US-Dollar, fast die Hälfte des Umsatzes, für Marketing aus. Davon gingen 3,5 Milliarden US-Dollar an Google. Im letzten Jahr gab es bei einigen großen Marktteilnehmern zwar einen gewissen Trend dazu, mehr Geld in Offline-Kampagnen zu investieren, letztlich kommen die Anbieter um Google aber nicht herum, solange dort große Teile der reisewilligen Kundschaft zusammenkommen.

Screenshots: Googles neue Hotelsuche
(Screenshot: Google)

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Wirklich zufrieden ist die Online-Reisebranche mit der Situation allerdings nicht. „Es herrscht ganz klar eine Situation, in der Google eine Menge Profitabilität aus dem Reisebereich saugt. Nicht nur bei uns, sondern bei, ganz ehrlich, allen Online-Reiseagenturen und anderen Online-Anbietern“, erklärte beispielsweise Greg Maffei, der CEO des Holding-Unternehmens hinter Tripadvisor, 2017 vor Investoren. Expedia-Vorstand Barry Diller ging unlängst noch weiter und forderte im Rahmen eines Interviews sogar eine härtere Regulierung von Google.

Bei Google sieht man die Dinge naturgemäß etwas anders. Rob Torres, Googles Anzeigenchef für den Reisesektor, argumentiert im Rahmen eines Branchenvents in New York, dass der Suchgigant seinen Werbekunden letztlich nur dabei helfe, Kunden zu gewinnen. „Wenn wir mehr Menschen zum Buchen und zum Suchen bewegen können, dann können wir euch mehr Leads schicken“, sagte Torres an die Reisebranche gerichtet.

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