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Uber und Lyft: Investoren verlieren Vertrauen und schicken Aktien auf Rekordtief

(Foto: Jonathan Weiss / Shutterstock.com)

Die Aktien von Uber und Lyft sind auf Rekordtiefs abgestürzt. Die Anleger sind nach den Verlustmeldungen des zweiten Quartals skeptisch, ob die Ride-Sharing-Firmen noch die Kurve kriegen.

Die Kurse der Uber- und Lyft-Aktien sind am Dienstag auf ihren tiefsten Stand seit dem Börsengang gefallen, wie CNBC schreibt. Die Aktienkurse lagen jeweils um knapp 30 Prozent unter den Ausgabewerten des Frühjahrs. Als Grund für die Talfahrt haben Analysten die Sorge der Anleger ausgemacht, dass die beiden Ride-Sharing-Firmen nach den hohen Verlusten im zweiten Quartal nicht mehr die Kurve kriegen könnten.

Uber verbucht „einmaligen“ Megaverlust

Uber etwa hatte für das abgelaufene Quartal einen Verlust von 5,24 Milliarden US-Dollar gemeldet, allerdings vorrangig Aktienvergütungen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar dafür verantwortlich gemacht. Uber-CEO Dara Khosrowshahi bezeichnete den Verlust als einmaliges Vorkommnis. Als Negativmeldung verbuchten die Aktionäre aber auch das geringe Umsatzwachstum im Fahrtendienst-Bereich von zwei Prozent. Der Lyft-Verlust belief sich auf 644,2 Millionen Dollar. Im Vergleichsquartal des Vorjahres stand„nur“ ein Minus in der Höhe von 178,9 Millionen Dollar.

Die aktuelle Talfahrt hat aber nicht nur etwas mit den anhaltend großen Verlusten zu tun. Vielmehr drückt ein Gesetz auf die Stimmung, das bald im für beide Firmen wichtigen US-Bundesstaat Kalifornien verabschiedet werden könnte. Demnach müssten die Fahrdienstleister ihre Fahrer anstellen, was nicht zuletzt höhere Kosten nach sich ziehen würde. Um das Gesetz zu verhindern, haben Uber und Lyft einer Wahlinitiative für die 2020 anstehende Wahl 60 Millionen Dollar gespendet. Allerdings sollen die Fahrer auch ohne den Zwang zur Anstellung künftig finanziell besser gestellt werden.

Analyst sieht Chance für schwarze Zahlen

Es gibt aber auch positive Stimmen unter Analysten, Anlegern und Beobachtern. So erklärte JMP-Securities-Analyst Ronald Josey zuletzt, dass der Konkurrenzkampf zwischen Lyft und Uber sich kaum mehr auf die Preise auswirke. Einer Studie zufolge achten die Kunden bei der Wahl für den einen oder anderen Dienst kaum mehr darauf, welcher der beiden billiger ist. Daher könnten Uber und Lyft ihre Preise wohl stabil halten und möglicherweise in naher Zukunft doch noch schwarze Zahlen schreiben.

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