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Lytro Immerge: Die Virtual-Reality-Kamera für das Kino von morgen

Lytro Immerge (Bild: Lytro)

Lytro, die Macher der Lichtfeldkamera Illum, steigen in den Virtual-Reality-Markt ein. Ihr erstes Produkt für diesen Sektor ist die 360-Grad-Kamera Lytro Immerge. Sie basiert abermals auf der Lichtfeld-Technik, ist aber speziell für den Profisektor konzipiert und soll dazu beitragen, Virtual Reality im Filmsektor voranzutreiben.

Lytro Immerge: Ballförmige Kamera mit 360-Grad-Rundumsicht

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Lytro Immerge lässt sich nur auf einem Stativ nutzen. (Bild: Lytro)

Die Lytro Immerge basiert wie auch die Illum auf der Lichtfeld-Technologie, ist aber von Grund auf neu entwickelt worden. Der verbaute Sensor misst nicht nur die Lichtmenge, die darauf eintrifft, sondern kann durch zusätzliche Linsen feststellen, aus welcher Richtung es kommt. Auf diese Weise ist es nach der Aufnahme beispielsweise möglich, den Fokus der Bilder zu verändern, ohne dass das Bild an Schärfe verliert.

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Die Lytro Immerge ist mit VR-Spezialisten wie Vrse, Wevr und Felix & Paul entwickelt worden. (Bild: Lytro)

Im Unterschied zur Illum, bei dem nur ein Sensor zum Einsatz kommt, besteht die Immerge aus hunderten Linsen und Sensoren, die in fünf Segmenten kreisförming aneinandergereiht sind. Daher sieht die Immerge aus wie ein Ball auf einem Standfuß. Die Kamera kann nicht in der Hand gehalten werden, sondern muss entweder auf einem Stativ oder einem Dolly befestigt werden.

Lytro Immerge: Die Kamera für das VR-Kino von morgen

Mit der Kamera können 360-Grad-Videos in Kinoqualität aufgenommen werden – ideal für Live-Action-Videos. Der Betrachter erhält bei den Aufnahmen nicht nur einen 3D-Eindruck von der Szene, sondern kann sich dank der Lichtfeld-Technik frei im Raum bewegen. Laut Lytro-CEO Jason Rosenthal ist das Bild auf einem Raum von einem Kubikmeter scharf – Betrachter der Inhalte können diesen per VR-Brille erkunden.

Laut Lytro ist die Bedienung der Immerge so simpel, dass sie beispielsweise per iPad gesteuert werden kann. Angesichts der Tatsache, dass die Immerge Rundumvideos aufnimmt, könnte ein Kameramann oder eine Kamerafrau ohnehin nicht dahinter stehen. Mit der Kamera ist es sogar möglich, Realfilm und CGI-Elemente während der Aufnahme zu mischen.

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Die Lytro Immerge könnte auch aus einen Science-Fiction-Film stammen. (Bild: Lytro)

Das Datenvolumen, das bei solchen 360-Grad-Videos gepaart mit Tiefeninformationen entsteht, ist enorm. Daher erfordert die Immerge einen eigenen Server, der Bestandteil des Kamerabundles ist. So groß dieser auch ist, so Rosenthal, kann er nur eine Stunde an Footage aufnehmen. Damit das Videomaterial professionell bearbeitet werden kann, hat Lytro spezielle Software entwickelt, die sich in gängige Tools wie Nuke oder Final Cut Pro integrieren lassen. Außerdem bietet Lytro einen Mediaplayer, mit dem Inhalte auf einer Google Cardboard oder auch HTC Vive und anderen VR-Brillen abgespielt werden können.

Lytro Immerge. (Bild: Lytro)

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Die Lytro Immerge soll ab Anfang des nächsten Jahres verfügbar sein. Einen genauen Preis wollte Lytro-Chef Rosenthal zwar nicht nennen, aber die Kamera wird mit mehreren hunderttausend US-Dollar zu Buche schlagen. Daher denke man auch über ein Leasingmodell nach. Wann mit den ersten Filmproduktionen auf Basis dieser Technik gerechnet werden kann, lässt sich schwer vorhersagen, allerdings könnte die VR-Technologie die Art, wie wir Kinofilme konsumieren, radikal verändern.

Zu diesem Thema ebenfalls lesenswert: Das Holodeck kommt: Warum Virtual Reality das nächste große Ding ist [Kolumne]

via www.wired.com

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