Fundstück

Diese Bastler verwandeln Macbook-Bildschirm in Touchscreen – für nur 1 Dollar

Macbook-Bildschirm mit Touch-Funktion. (Foto: Project Sistine/Anish Athalye)

Vier US-amerikanische Bastler haben einen Macbook-Bildschirm in einen Touchscreen verwandelt. Für die dafür notwendige Hardware gaben sie nur einen US-Dollar aus.

Wer gut und gerne bastelt und noch über überdurchschnittliche Programmierkenntnisse verfügt, kann seine Geräte mit gewünschten Funktionen nachrüsten. Einen per Fingertipp bedienbaren Touchscreen am Macbook? Kein Problem, dachten sich die Entwickler Anish Athalye, Kevin Kwok, Guillermo Webster und Logan Engstrom. Sie verpassten dem Bildschirm eines Macbooks einfach eine Touch-Funktion – etwas, das es auf absehbare Zeit nicht geben wird.

Macbook-Touchscreen: Mini-Spiegel statt externer Webcam

Während professionelle Lösungen wie die Airbar schnell einige Dutzend Dollar kosten können, haben die Entwickler für ihr Projekt lediglich Hardware im Wert von einem Dollar verwendet. Statt einer externen Webcam brachten Athalye, Kwok, Webster und Engstrom einfach einen Spiegel vor der internen Kamera des Apple-Notebooks an. Dadurch konnte die Kamera am Bildschirm herabschauen und mögliche Fingereingaben erkennen.

Macbook-Bildschirm wird zum per Fingertipp bedienbaren Touchscreen

Macbook-Bildschirm wird zum per Fingertipp bedienbaren Touchscreen. (Foto: Project Sistine/Anish Athalye)

Um der Kamera beizubringen, wann der Finger den Bildschirm berührt und wann er etwa von links nach rechts streicht, nutzten die Entwickler Technologien des maschinellen Sehens (Computer-Vision). Eine künstliche Intelligenz wird dabei so trainiert, dass sie Informationen aus visuellen Daten extrahieren kann.

Fingertipp entspricht Mauseingaben

Wichtig war den Programmierern etwa, dass der Unterschied zwischen dem Halten des Fingers in der Nähe und einem Berühren des Bildschirms erkannt wird. Das Ganze musste dann in einem aufwendigen Prozess mit Daten auf dem Bildschirm kalibriert werden. In dem Prototyp wurden die Fingerberührungen so übersetzt, dass sie Eingaben mit der Maus entsprechen. Dadurch können die Programme problemlos genutzt werden.

Die Entwickler haben den Code für das „Project Sistine“ (angelehnt an Michelangelos Gemälde „Die Erschaffung Adams“ in der Sixtinischen Kapelle) auf GitHub unter MIT-Lizenz veröffentlicht. Verbessern ließe sich der Prototyp den Angaben nach mit einer höher auflösenden Kamera sowie einem leicht gebogenen Spiegel, damit der gesamte Bildschirm für die Kamera einsehbar ist.

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Ein Kommentar
Steffi
Steffi

Bei einem (realistischen) Verkaufspreis von 0,99 $ auch irgendwie kacke. :)

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