Analyse

macOS 10.15: Diese Neuerungen könnte das nächste große Update bringen

(Foto: t3n)

Apple wird die neueste Version seines Betriebssystems für Macs und Macbooks am 3. Juni ankündigen. Zahlreiche Details zu macOS 10.15 sind bereits durchgesickert. Wir fassen zusammen.

Mit macOS 10.15 wird Apple seine Produktreihen allem Anschein nach noch näher zusammenbringen. Das Desktop-OS soll weitere iOS-Funktionen erhalten – unter anderem ist von Siri-Kurzbefehlen, universellen Apps und der Nutzung des iPads als externes Display die Rede.

macOS 10.15: iTunes wird zerlegt

Nicht nur über iOS 13 ist schon allerhand durchgesickert, auch bei Apples Desktop-OS sind allerhand Features mehr oder weniger bekannt: Unter anderem weitet Apple sein 2018 angekündigtes Pilotprojekt Marzipan weiter aus und bringt macOS näher iOS heran.

iTunes soll zerlegt werden. (Bild: Apple)

iTunes soll zerlegt werden. (Bild: Apple)

Unter anderem soll der Software-Dino iTunes in seine Einzelteile zerlegt werden. Künftig sollen Apple Music und Podcasts als separate Apps auf dem Desktop landen und auf dem Framework UI-Kit basieren, das Bestandteil von Apples Project Marzipan ist. Mit Project Marzipan, das Apple in einer frühen Version zur WWDC 2018 angekündigt hatte, sollen sich iOS-Apps mit wenig Aufwand auf den Mac portieren lassen.

macOS 10.15 – Screenshot der neuen TV-App. (Bild: 9to5Mac)

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macOS 10.5: iPad wird zum Zweit-Display, mehr Apple-Watch-Funktionen

Mit macOS 10.15 sollt ihr euer iPad zum Zweit-Display à la Luna-Display oder Zeichen-Tablet machen können. (Bild: 9to5Mac)

iOS und macOS wachsen Gerüchten zufolge auch hardware-seitig ein wenig zusammen, denn mit Projekt Sidecar sollen iPads ohne Drittanbieter-Software wie Duet oder Luna-Display als externe Mac-Displays genutzt werden können. Auf dem Tablet seien dann Touch-Funktionen möglich, um etwa Eingaben per Finger oder Apple Pencil auszuführen. Das iPad könnte somit gewissermaßen als eine Art Wacom-Tablet genutzt werden.

So könnte das Ganze funktionieren:

Aktiviert werden soll die Funktion über den Button zur Vergrößerung eines Fensters, so 9to5Mac. Apple plane außerdem, eine Funktion hinzuzufügen, mit der sich Fenster auf einer Seite des Bildschirms einrasten lassen.

Neben dem iPad soll auch die Apple Watch besser in macOS eingebunden werden, schreibt Entwickler Guilherme Rambo auf 9to5Mac. Bislang lassen sich Macs per Apple Watch entsperren. So wird die regelmäßige Eingabe des Passwortes oder der Tap auf den Fingerabdrucksensor obsolet. Mit macOS 10.15 soll die Uhr auch für weitere Authentifizierungsvorgänge eingesetzt werden können. Konkrete Details bleibt Rambo uns schuldig. Denkbar wäre unter anderem die Anmeldung auf Websites oder die Durchführung von Zahlungsvorgängen – quasi für Aktivitäten, die sich bislang über den Fingerabdrucksensor realisieren lassen.

macOS 10.15: Siri-Kurzbefehle, Bildschirmzeit und mehr

iOS 12: Siri-Shortcuts erinnert mit seiner Drag-und-Drop-Funktion ein wenig an den Automator von macOS. (Screenshot: The Verge)

Mit iOS 12 hat Apple die Siri-Kurzbefehle eingeführt – macOS 10.15 soll sie auf den Desktop bringen. (Screenshot: The Verge)

Apple plant darüber hinaus, weitere iOS-Funktionen auf macOS zu übertragen. Dazu gehören beispielsweise die Siri-Kurzbefehle zum Anlegen von eigenen Sprachbefehlen und Routinen. Da sie ansatzweise dem auf macOS befindlichen Automator ähnelt, könnte die Funktion darin integriert werden. Oder Apple setzt die Siri-Shortcuts nur für jene Apps ein, die von iOS portiert wurden.

Die mit iOS 12 eingeführte Bildschirmzeitfunktion zur Kontrolle der eigenen Gerätenutzung werde laut Bloomberg auch auf macOS landen, ebenso Effekte und Sticker für iMessage. Auch werde die Erinnerungen-App überarbeitet. Darüber hinaus sei mit der Überarbeitung der Verwaltungsfunktion der Apple-ID und der Familienfreigabe zu rechnen, die sich in den Systemeinstellungen befinden.

Apple wird macOS 10.15 und iOS 13 am 3. Juni 2019 im Zuge der Auftaktveranstaltung der WWDC 2019 präsentieren. Im gleichen Atemzug dürften auch watchOS 6 und tvOS 12 enthüllt werden.

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2 Kommentare
Markus Schmid
Markus Schmid

Das einzige was ich mir für macOS 10.15 wünsche, ist endlich einen stabilen und performanten Netzwerkzugriff auf Netzlaufwerke/NAS. Wenn ich teilweise gefühlt minutenlang warten muss, bis sich Dateilisten aufbauen oder der Finder sich aufhängt, wenn man eine etwas größere Datei über das Netzwerk öffnet, dann ist ein produktives Arbeiten in einem (Firmen)Netzwerk kaum möglich. Und diese Probleme habe ich in unterschiedlichen Netzwerken mit unterschiedlichen Macs. Bei parallel dazu laufenden Windows-Rechner (sogar gant alte Krücken) flutscht das ohne jegliche Verzögerung.

Vielleicht sollten sich die Apple-Jungs mal wieder auf ein stabiles und zum Arbeiten optimiertes Betriebssystem konzentrieren, anstatt irgendwelchen schönen aber nutzlosen Firlefanz zu entwickeln.

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Peter
Peter

Erstmal muss der Dark Mode kommen. Der macht dann alles nochmal komplizierter, weil alles auf zwei Kontrasten laufen muss. Und dann irgendwann… so 2024, wenn Tim Cook dann mal merkt, dass das nicht mehr das Apple ist, was Nutzer kennen, vielleicht. Aber nur vielleicht.

Ich bin gerade SO kurz davor, zu Windows zu wechseln. Was da an schicken Notebooks kommt und was sich dort allgemein getan hat, wird immer verlockender. Vor allem wenn man, wie ich aktuell, das Gefühl hat, dass Apple und MacOS immer instabiler, wirrer und unübersichtlicher werden. Und MacBook, MacBook Air und MacBook Pro macht auch keinen Sinn. Eins für Heimanwender, eins für Profis. Nicht wieder viele Geräte, von denen ein einziges regelmäßige Updates bekommt.

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