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Mängel bei N26: Finanzaufsicht mahnt Reformen an

N26-Gründer und Geschäftsführer Valentin Stalf. (Foto: dpa)

Die Finanzaufsicht Bafin hat im Rahmen einer Sonderprüfung bei der Smartphonebank N26 zahlreiche Mängel festgestellt und Reformen angemahnt. Die Erreichbarkeit ist da nur eines der Probleme.

Schon im Oktober war das deutsche Vorzeige-Fintech N26 laut Medienberichten ins Visier der Finanzaufsicht Bafin geraten. Dabei soll es unter anderem um mögliche Sicherheitsmängel bei der Identifizierung von Neukunden gegangen sein – die N26 aber bestritten hat. Jetzt schreibt das Handelsblatt unter Berufung auf Insider, die Bafin habe „zahlreiche Mängel“ festgestellt, die N26 schnellstmöglich abstellen müsse.

N26: Zu schnell gewachsen?

Den Insidern zufolge bemängele die Bafin, dass N26 schnell gewachsen sei, die Strukturen aber nicht im gleichen Maße angepasst habe. Kritisiert worden seien etwa Mängel bei der Personalausstattung, beim Management von ausgelagerten Aufgaben und bei der Technik, wie das Handelsblatt berichtet. Die Finanzaufsicht soll „mit deutlichen Worten“ Verbesserungen angemahnt haben. Im Raum stehe die Drohung der Deckelung des Einlagengeschäfts.

N26 wollte sich gegenüber der Zeitung nicht konkret zu den Prüfungen äußern. Gründer und Vorstandschef der Digitalbank, Valentin Stalf, erklärte aber, sein Unternehmen stehe in engem Austausch mit der Bafin und setze bei Beanstandungen Verbesserungsmaßnahmen zeitnah um. Mit 800 Mitarbeitern sei N26 personell nicht schlecht ausgestattet, meinte Stalf. Vor allem beim Kundenservice habe das Unternehmen zuletzt ausgebaut. Gegenüber t3n sagte Stalf Ende März: „Wir haben viel in den Kunden-Support investiert.“ Und: „Wenn du uns heute kontaktierst, antworten wir im Schnitt innerhalb von 30 Sekunden.“

Gerade in puncto Erreichbarkeit stand N26 in den vergangenen Tagen und Wochen massiv in der Kritik. Kunden hatten in Foren vermehrt über Probleme mit der Erreichbarkeit berichtet. Laut Handelsblatt klagten auch Banken darüber, dass sie N26 nicht erreichen konnten, um etwa betrügerische Überweisungen zu melden. Auch das gehört laut Stalf der Vergangenheit an. Probleme mit Betrugsfällen, die auf Phishing basieren, hatte Stalf im Gespräch mit t3n eingeräumt. Künftig solle das Transaktionsmonitoring im Zusammenspiel mit künstlicher Intelligenz solche Betrugsversuche verhindern helfen.

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