E-Commerce

Hallo, ich bin Toru, der intelligente Lager-Roboter – und das sind meine Schöpfer von Magazino

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Venture-Capital? Pff …

Im Resultat lebt Magazino jetzt in einer Luxussituation, die viele Startups, die sich mit Venture-Capital finanzieren, mit Neid erfüllen könnte. Brantner beschreibt ihr aktuelles finanzielles Polster mit spürbarer Zufriedenheit und Gelassenheit: „Wir haben von Siemens einen sehr großen Rahmen bekommen, sodass wir die nächsten Jahre ohne weitere Folgefinanzierung an dem Produkt arbeiten können. Neben deren technischem Know-how und der Unterstützung in vielen Bereichen war das auch einer von vielen Gründen, die für Siemens gesprochen haben. Ein Venture-Capitalist, für den wir jedes Jahr von einer Runde zur nächsten Runde rennen, der bringt uns nichts: Gerade noch mache ich Series A, dann kommt schon wieder Series B. Und andauernd halte ich die Entwickler auf, das geht nicht. Gerade in der Anfangsphase müssen wir den technologischen Hub schnell hinbekommen.“

Zuerst scheint es, als wolle Magazino tatsächlich Brantners Traum vom intelligenten Zimmer-Roboter, der Kleinteile auf Wunsch ausspuckt, realisieren. Das erste ausgelieferte Produkt namens „Maru“ ist ein klobiger, runder Kasten, der ein wenig wirkt wie eine überdimensionierte Telefonzelle. Maru ist, wie sollte es auch anders sein, ein Apotheken-Automat. Allerdings unterscheidet er sich in einem wesentlichen Punkt von seinen Mit-Automaten: Statt sorgfältig befüllter Produktschächte, in denen jedes Medikament seinen festen Platz hat, liegen bei Maru verschiedene Produkte beieinander. Vereinfacht ausgedrückt lässt sich der Automat befüllen, indem man einen Karton unsortierter Medikamente hineinkippt. Der Automat öffnet nämlich nicht wie ein stupider Süßigkeitenautomat einfach einen Ausgabeschacht, sondern pickt zielgerichtet das richtige Medikament aus seinem „Bauch“.

Der Apotheken-Automat Maru lagert auf rotierenden Flächen gemischte Lagerbstände von Medikamenten ein, der Greifarm pickt das vom Bediener angeforderte Medikament. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Der Apotheken-Automat Maru lagert auf rotierenden Flächen gemischte Lagerbstände von Medikamenten ein, der Greifarm pickt das vom Bediener angeforderte Medikament. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Schließlich wird das Medikament dann im Ausgabeschat ausgegeben. Im Vergleich zu herkömmlichen Apotheken-Automaten war Maru sehr kompakt. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Schließlich wird das Medikament dann im Ausgabeschat ausgegeben. Im Vergleich zu herkömmlichen Apotheken-Automaten war Maru sehr kompakt. (Foto: Jochen G. Fuchs)

In die Unendlichkeit, und noch viel weiter: Magazino überschreitet die Grenzen der bisherigen Robotik

Damit hat sich Magazino an ein Problem herangewagt, das im sogenannten Moravec’schen Paradoxon beschrieben wird: „Es ist vergleichsweise einfach, Computer dazu zu bringen, Intelligenz-Tests zu bewältigen oder Schach zu spielen, aber schwierig oder unmöglich, ihnen die Fähigkeiten eines Einjährigen zu verleihen, wenn es um Wahrnehmung oder Mobilität geht.“ Ein Paradoxon, das unter anderem vom kanadischen Transhumanisten und Roboterspezialisten Hans Moravec in den 80er-Jahren formuliert wurde. Magazin verschafft dem Roboter Wahrnehmung und die Möglichkeit, sich selbständig an Veränderungen anzupassen. „Wir durchstoßen bei allem, was wir machen, die Grenzen dessen, was die Automatisierungsindustrie gerade kann“, betont Brantner.

Den Apotheken-Komissionier-Roboter Maru gibt es heute nicht mehr. Zu serviceintensiv und aufwendig wäre der Eintritt in den hart umkämpften Markt gewesen, wie sich für Magazino während der Pilotphase herausstellt. Der letzte Maru-Roboter wird gerade zu einem kreativen Stehmeeting-Bereich in den Münchner Magazino-Räumen umgebaut. Ein Flop war das Projekt trotzdem nicht, die Technologie von Maru wird jetzt bei Toru eingesetzt, dem mobilen Kommissionier-Roboter, der statt Apotheken die Logistikbranche und den Versandhandel aufmischen soll.

So sieht es bei Magazino in München aus
(Foto: Jochen G. Fuchs)

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Robotik in der Intralogistik: Wandelnde Regale und dumme Roboter

Bisherige Industrieroboter, auch in der Logistik, sind für die Wiederholung einfacher, einprogrammierter Arbeits- und Bewegungsabläufe eingerichtet. Abläufe, die sie millionenfach und ausfallsicher hinbekommen – aber wehe, es läuft etwas außerplanmäßig. Verrutscht beispielsweise ein zu befüllender Karton auf einem Förderband, ist der Roboter handlungsunfähig und es kommt zum Stillstand.

Die meisten Roboter, die sich in der Logistik darum kümmern Versandware zu picken und zu kommissionieren – also vom Lagerplatz zu holen und zu einer Bestellung hinzuzufügen –, sind solche unselbstständigen Roboter – Shuttle oder Aufzugsysteme beispielsweise. Zusätzlich bringen Sie in der Regel nur Warengebinde zum Menschen, in einem Regal oder einem Ladungsträger- Einzelne Objekte greifen können Roboter, wie sie beispielsweise bei Amazon in den USA und in Polen zum Einsatz kommen, nicht. Den flexibel im Lager einsetzbaren Menschen ersetzen die Roboter so nicht.

„Das verschiebt sich gerade mit enormer Geschwindigkeit, es gibt da gerade einen Umbruch in der Robotik, auch wenn wir noch weit davon entfernt sind, das zu können, was der Mensch kann“, erzählt Brantner und fügt hinzu: „Toru agiert ähnlich wie ein Mensch. Er soll genau das Gleiche machen wie der Mensch und im Parallelbetrieb laufen. Das ist ganz wichtig, so muss sich der Händler nicht entscheiden, ob er sein Lager automatisiert oder nicht – sondern kann flexibel entscheiden, einen einzelnen Roboter für bestimmte Aufgaben einzusetzen. So kann der Roboter das tun, was er gut kann und was für den Menschen beschwerlich ist, und der Mensch übernimmt, was der Roboter nicht kann.“ Toru kann genau das, was ein menschlicher Mitarbeiter auch kann: gezielt einzelne Lagerstückgut greifen und transportieren.

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Ein Kommentar
Rise of the Robots
Rise of the Robots

Seit meinem ct‘-Abo wurde über Tesa-Rom, Siemens-Packroboter (24×7 Eis und Schnee, Heiss und Kalt, Immer und überall am Arbeiten), Siemens-Face-Detection/3D-Face/Body/Produkt/im-prinzip-alles-Scanner (elegant einfach) und natürlich Vandalisten-Sichere laser-projezierte Terminals (Heutzutage „Gesten-Steuerung“ genannt) von Siemens berichtet…
Wir erinnern auch an WebWasher, das Siemens-Spin-Off.

Die Löwen wollen doch meist auch Sperr-Minoritäten (aber der Wandel auf Kredite die mit Patenten und Kunden-Daten zuerst abzuzahlen sind ist natürlich offen in der Startup-Berichterstattung sichtbar).
Was exakt geht damit ?
– Den Ausbau so steuern damit die Firmen-Kunden der Mutter-Firma ihre vom Steuerzahler bezahlten und immer immer immer immer wieder geretteten Arbeitsplätze nicht abbauen müssen und die Disruption um 10-20 Jahre verhindert wird ? Gründer-Rücktritte in Startups wegen Einflussnahme und Umorientierung des Geschäftes zugunsten der Investoren gabs ja inzwischen schon wie hier berichtet wurde.
– Büros in Barcelona, London und natürlich New York aufbauen lassen wie es Neue Markt Firmen vor dem Crash teilweise taten ? Aufträge für Motoren usw. an die Mutterfirma geben obwohl Asiaten vielleicht billiger und qualitativ brauchbar produzieren würden ? Im Bundestag gibts leider keine Sperr-Minorität… Oder bei Immobilien-Eigentümer-Gemeinschaften wo man vielleicht durch hohe Investments oder sogenannte „Luxus-Sanierungen“ kleine Miteigentümer vielleicht sogar zum Verkauf zwingen kann.
Wer Sperrminorität hat sollte bei Insolvenz in gleicher Höhe der maximal Bewertung seines jeweiligen Investments haften müssen: Fragt mal Insolvenzverwalter (das sind gar nicht so viele! und die Insolvenzmeldungen nehmen ja zu) wieso das vielleicht sinnvoll wäre…

Bei Arbeitsplätzen gibts Arbeitsschutz, Berufsgenossenschaft und Gewerbe-Aufsicht. Daher sind die meisten Unfälle ja wohl auch zu Hause.
Allerdings gibts z.b. bei Libri oft schon ewig innovative Lösungen wie beispielsweise die wohl riesigen „wahlfreies Lager“-Regale und die zugehörigen Roboter…

Die Apotheken haben das, wie der TV-Zuschauer weiss, weil schon manche deren Großlieferanten 80% der Menge automatisiert abwickeln und nur den Rest von Menschen komissionieren(? holen, suchen, verpacken, abhaken) lassen. Gute Regale wissen dank RFID wo die Ware ist und leuchten dann. Für Metro oder Real usw. würde ich auch gerne LED-basierte (LEDs werden immer heller) Leitsysteme für die kleinen Kunden in der App realisieren. Die LEDs sind dann unten am Boden oder den Regalen. Wie in machen Ländern bei Wahlen nimmt man Farben und Bilder um unterschiedliche Kunden unterschiedlich zu leiten.
Diese LEDs mit vielen vielen Farben zeigen wie preisgünstig das inzwischen geht. Bluetooth-Mash-Netze regeln den Rest. Schade das Ikea das vielleicht noch nicht hat…. In den Zukunfts-Filmen fliegen die Robo-Autos ja auch gezielt wo sie hin wollen. Dasselbe (zu Fuß mit Einkaufswagen) ginge für Walmart, Elektro-Großmarkt, Ikea, Baumarkt usw. und natürlich Business-Großhändler. Oder auch im Einkaufs-Zentrum. Aber in Fortschrittsfeindlichen Ländern muss man natürlich auf In-Door-GPS warten obwohl das heute schon mit in-the-Pocket-Standard-Handies und den hier so oft gelobten Bluetooth-Baken ginge…

Sogar im Discounter könnten die Regale beim vorbeilaufen piepsen weil man im Handy eingestellt hat das man das haben will und das Regal mitkriegt das man einen Artikel aus diesem Regal auf dem Handy (ggf. auch von Familienmitgliedern nach dem Los-Fahren) eingebucht hatte. Bei den kleinen Supermärkten könnte man auch vieles vorher dem Stamm-Kunden komissionieren und er muss nur noch die Frischwaren aus dem Gemüseregal auswählen…

Wer ein Land kennt wo man sowas ohne hohe Nebenkosten (Subventionen und Finanzierungen brauche ich natürlich angesichts der Verfügbarkeit der Produkte nicht und es zu 80% reine Programmierung wäre) realisieren kann kann es ja mal nennen.

Arabien/Nordafrika galt nach dem arabischen Frühling mal als progressiv. Ist leider wohl nix mehr draus geworden. Die Türkei sucht oder suchte wohl auch Firmen für Bildungs-Laptops die dort produziert werden sollten…
Viele andere Länder kommen leider auch nicht in Frage.

Asien ist noch progressiv und fortschritts-freundlich.

Und wegen der Home-Automaten: Es gabs nach dem Krieg für USA mehrere Wohn-Konzepte. Eines waren kleinere Wohnungen (inzwischen slotted Living, Millenials Home,… o.ä. konzeptionell genannt) wo die Kleidung per Automaten wie in der Wäscherei (siehe US-Serien) geliefert wurde und dann vorne direkt zum rausnehmen hing und heutzutage wie Fälschungen auf dem Urlaubs-Land-Markt oder Firmen-Kleidung in der Großwäscherei per RFID problemfrei erkannt und geroutet werden kann damit jedes Hotel, Arztpraxis und andere Kunde genau seine Kleidungs-Stücke oder Bettwäschen sauber zurückbekommt. Stattdessen haben sich die aus den zig US-Familien-Serien recht einheitlichen Haus-Konzepte durchgesetzt und z.b. in diesem Zusammenhang auch den Rasen vor dem Haus usw. verbreitet…
In Asien ist der Wohnraum oft knapp. Also setzt es sich hoffentlich bald durch. Allerdings wären Screenblanker oder Lockscreens ganz nett wo Eigentums-Fotos durchgeschaltet werden weil man sonst vergisst was noch alles verfügbar ist oder das in der Kühltruhe noch Speiseeis oder Pizza ganz hinten drin liegt oder was man noch an kälte-geeigneter Kleidung hat bzw. kaputt ging und man nachbestellen sollte. Oder halt durchsichtige Schränke und Schubladen… auch in Küche und Keller. Auch im Büro… Aufbewahrungsboxen sind oft ja schon transparent damit man von der Seite sieht was drin ist…
Wenn mans irgendwo einlagert vergessen es viele zu schnell. Die Auto-Nachbestellung von Waschmittel gibts ja auch weil viele Leute gar nicht wissen und regelmäßig nachgucken wollen wie viel Toner oder Spülmittel noch drin ist und das Handy es leider nicht anzeigt obwohl die Drucker-Treiber der Drucker-Industrie das vielleicht sogar haargenau wissen.

Und wegen der Schrauben: In Fabriken usw. haben z.B. Bohrer oft nur Laufzeiten von 8 Minuten (man bohrt aber halt nicht ständig! und werden aus Automaten geholt bei Bedarf und dann der Fabrik in Rechnung gestellt.
Und Würth und Großhändler haben vielleicht auch Interesse daran. Man MUSS ja nicht auf QR-Auslesen/EAN verzichten sondern kann die Teile ja auch Wahlfrei verteilen und dynamisch herausholen wenn der kleine Elektriker usw. seine Liste am Automaten oder im Handy eingegeben und seine alte Rechnung bezahlt hatte und ihm die Sachen wie ein Zigaretten-Automat (übrigens auch schon ewig tägliche Roboter bzw. Automaten) für die heutigen/morgigen Kunden ausspuckt und er sie am Handy ausliest und den Empfang bestätigt…
Auch die Automaten am Flughafen für Ladeteile, USB-Ladekabel usw. kennt ja jeder. Sowas wäre also auch eine Zielgruppe aber halt auch vor dem stationären Shop nachts im dunkeln wenn geschlossen ist.

Als Online-Besteller hasse ich es wenn ich Waren heute bestelle und bezahle aber erst übermorgen versendet wird ! :-((( Man spart sich also 3schicht-Betrieb und erledigt die offenen Aufträge nachts per Roboter und die Mitarbeiter haben morgens bei Schichtbeginn dann die fertigen Pakete für die LKW.
Und das ich meine Größe (Länge Breite) on demand bei den Kleider-Discountern (Gerne auch vorher bezahlt) online im Handy selektieren und im Laden abholen kann, sollte auch klar sein und wäre eine Mission für Magazino…
Und das man Pakete online dort abholt auch… Freie Grundstücke gibts auf dem Land scharenweise. Hermes, DPD usw. beliefern wohl keine DHL-Paket-Stationen und die sind auch oft weit auseinander. Online bezahlte Lebensmittel-Bestellungen kann man vor dem Plattenbau mit vielen gleichzeitigen Bestellungen auch in den Roboter schieben und der Kunde kriegt eine Message/SMS/… und holt es per Handy aus dem Automaten.
Auch dafür wären Ausgabe-Automaten sinnig.

Und auch schön zu sehen das frische Diplomanden bevorzugt werden…

Antworten

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