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Magdalena Rogl: „Digitalisierung ist keine Naturgewalt, die über uns hereinbricht“

(Screenshot: t3n.de)

Mit dem neuen Video-Format Changerider wollen Philipp Depiereux und t3n den Menschen die Angst vor der Digitalisierung nehmen. Dieses Mal fährt mit: Magdalena Rogl.

Magdalena Rogl ist eine unverbesserliche Optimistin und Powerfrau mit ungewöhnlichem Lebenslauf. Heute zählt sie zu den Frauen, die unsere Wirtschaft revolutionieren. In der neuen Folge des Video- und Podcastformats Changerider von Etventure-Gründer Philipp Depiereux und t3n erzählt Magdalena Rogl, Head of Digital Channels bei Microsoft, was New Work für sie ausmacht, wieso perfekte Lebensläufe nicht alles sind und warum Unternehmen ohne Diversity untergehen werden.

„Digitalisierung ist keine Naturgewalt, die über uns hereinbricht, sondern etwas, das jeder einzelne aktiv mitgestalten kann“ – dass Magdalena Rogl dies nicht nur sagt, sondern auch umsetzt, hat ihr erst kürzlich die Auszeichnung als eine von 25 Frauen, die unsere Wirtschaft revolutionieren, eingebracht. Die gelernte Kinderpflegerin ist Patchwork-Mutter von vier Kindern und hat sich angestoßen durch eine private Lebenskrise für eine berufliche Umorientierung entschieden. Bereits mit 30 Jahren besetzte Rogl eine Führungsposition bei Microsoft.

Die junge Kommunikationsspezialistin repräsentiert eine neue Generation von Frauen, die als solche bei der Changerider-Premiere von Dorothee Bär, Staatsminiserin für Digitalisierung, persönlich für das Format nominiert wurde.

„Wir werden es uns in Zukunft nicht leisten können, Leute automatisch auszufiltern, nur weil sie keinen Hochschulabschluss haben“

Ihre Karriere machte sie aufgrund ihrer persönlichen Fähigkeiten und Talente und nicht klassisch durch einen perfekt durchgeplanten Lebenslauf. Was braucht es aus ihrer Sicht heutzutage im Recruiting-Prozess? „Ich glaube, es geht einfach ganz klar darum, nach Skills, nach Talenten und nach Potenzial zu schauen!“ Ihr Abitur hat sie damals abgebrochen, um die Ausbildung als Erzieherin zu beginnen, und ist daher überzeugt, dass es sich Unternehmen zukünftig nicht mehr leisten können, von vornherein nach Abschlüssen auszusortieren. In einer Zeit, in der sich früher oder später alles digitalisieren werde, brauche es vor allem innovative, kreative Köpfe, die auch mal revolutionäre Ideen bringen. Eigenschaften, die man im Studium nicht unbedingt erlerne.

„Unternehmen, die nicht divers sind, werden untergehen“

Die vierfache Patchwork-Mutter managed neben ihrer Karriere, Familie und Alltagsleben – ganz ohne Kindermädchen. Oftmals wird Magdalena Rogl dafür bewundert. Wie sie das schafft, ist allerdings keine Frage, die sie gerne hört: „Keiner würde auf die Idee kommen, meinem Mann diese Frage zu stellen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nicht nur Frauensache, sondern ein Familienthema. Ich glaube es ist wichtig, dass wir gesamtgesellschaftlich unser Mindset dazu verändern.“

Einen ähnlich großen „Mindset-Shift“ sieht sie auch bei dem Thema Diversity für notwendig an. Ein wichtiger Schritt sei es, Vorbilder, also Frauen die bereits in hohen Managementpositionen oder auf CEO-Positionen sind, sichtbar zu machen. „Glücklicherweise gibt es mittlerweile zahlreiche Studien, die zeigen, dass Erfolg von Diversity abhängt.“ Unternehmen müssten an ihrer Vielfalt arbeiten, ansonsten werden sie langfristig untergehen. Umgekehrt sei es natürlich genauso wichtig, Männer als Vorbilder bei dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie sichtbar zu machen, die sich für die Familienthemen und für Gleichberechtigung einsetzen.

„Wollen wir, dass Technik alles tut, was sie auch kann?“

Die digitale Transformation mitzugestalten sieht Rogl als Gemeinschaftsaufgabe. „Digitalisierung ist keine Naturgewalt, die über uns hereinbricht.“ Es nütze aber nichts, wenn Unternehmen einfach nur versuchen sich „tolle Technologien“ einzukaufen, ohne dass jemand sie am Ende überhaupt benutzt. Für die Politik sei es eine wichtige Aufgabe, neben der notwendigen Infrastruktur vor allem die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen, wie Technologien eingesetzt werden und wo möglicherweise Grenzen sind. „Das Problem ist, Technologie kann sehr viel, aber die Frage, die wir uns stellen sollten, ist: Wollen wir, dass sie alles tut, was sie kann?“

Magdalena Rogl ist neben einer unverbesserlichen Optimistin vor allem eines: authentisch. Peinlichste Lena-Geschichte? Ein zerrissenes Etuikleid auf der Fahrt zum Sommerfest. Lenas Scheitergeschichte? Ihre persönliche Lebenskrise, aus der sie einen Lebenswandel gemacht hat: „Eine Krise kann eine wahnsinnige Chance sein. Man hat es immer selbst in der Hand. Das echte Leben ist am Ende eben doch cooler als ein Bilderbuch!“

Für eine weitere Changerider-Fahrt nominiert sie Valerie Mocker, verantwortlich für die politische Forschung, Beratung und Europaarbeit für Digitalpolitik bei der Innovationsstiftung Nesta und ihren Opa, Hans Maier, der auch nach seiner politischen Karriere immer noch unermüdlich für eine bessere Welt kämpft.

Ihr kennt weitere Querdenker, Gamechanger und unermüdliche Optimisten, die für den digitalen Wandel einstehen? Nominiert sie als Changerider-Mitfahrer! Diese und alle weiteren Folgen, sind als Video oder als Podcast bei Soundcloud und Spotify verfügbar.

Alle Folgen, etwa mit Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär oder Chief Empowerment Officer Fabian Kienbaum, sind auf Changerider.com abrufbar. Außerdem könnt ihr Wunschgäste für den „Talk im Tesla“ nominieren.

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