Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Sponsored Post Was ist das?

Magento 2 – nicht nur ein Versionsupdate: Was neu ist, wie man wechselt und wann es Sinn ergibt

Magento 2 – nicht nur ein Versionsupdate: Was neu ist, wie man wechselt und wann es Sinn ergibt.

Anzeige
Der Wechsel vom Shopsystem Magento 1 auf Magento 2 ist wesentlich komplizierter als ein simples Update. Mittwald erklärt, warum das so ist, welchen Vorteil die Migration bringt und wie man am besten vorgeht.

Mittwald
Mittwald

Als Servicepartner für Agenturen und Webentwickler gestaltet Mittwald den Agenturalltag einfacher und effizienter – und das nicht nur auf Basis verschiedener CMS und Shopsysteme, sondern auch unabhängig vom eingesetzten Hoster.

Tel.: +49 (0) 800/440-3456

Magento: ein Shopsystem, auf das viele deutsche Onlineshopbetreiber setzen. Zehn Jahre lang hat es sich gut bewährt, doch die Entwickler wollen mit Magento 2 einen weiteren Schritt wagen. Einen ziemlich großen – die Umstellung von 1 auf 2 ist nämlich nicht nur ein Versionsupdate, vielmehr ist sie eine Migration. Und mit dieser steht auch in nicht allzu ferner Zukunft das Supportende für Magento 1 bevor.

Somit werden sich die meisten Shopbetreiber der Frage stellen müssen, was dann passiert und ob ein Wechsel für sie Sinn macht. Denn die Migration ist zum einen nicht ganz unkompliziert und zum anderen ist sie nicht für jeden Händler sinnvoll – für sehr kleine Händler würde Magento 2 vermutlich teilweise zu mächtig sein. Viele stellen sich also die Frage, ob sie wechseln oder gleich auf ein ganz neues Shopsystem setzen. Mit dieser Abwägung sollen die Betreiber allerdings nicht alleine gelassen werden – Daniel Wolf, aus dem Team „Services für Agenturen“, ist Magento-Experte bei Mittwald und gibt euch einen Überblick über die wichtigsten Fragen bezüglich des Wechsels.

Wechsel zu Magento 2: Welche Vorteile ergeben sich?

Wie oben erwähnt, muss jeder Shopbetreiber – je nach Größe – für sich selbst entscheiden, ob ein Wechsel zu Magento 2 sinnvoll ist. Allerdings gibt es viele Gründe, die für eine Migration sprechen: An erster Stelle steht hier die Performance – im Vergleich zu Magento 1 sind Seitenaufrufe um bis zu 50 Prozent schneller. Das hat eine nicht zu vernachlässigende Wirkung auf die SEO. Außerdem wird erstmals in der Community Edition ein Full Page Cache und eine Varnish-Integration mitgeliefert. Dies war bisher der Enterprise Edition vorbehalten. Dadurch verbessert sich die Performance enorm, ohne dass eine externe Extension genutzt werden muss. Shopseiten werden schneller ausgeliefert und Code sowie Bilder werden für eine schnellere Ladezeit optimiert. Dazu kommt die Unterstützung für PHP 7.

Auch im Checkout hat sich einiges getan: Der Prozess wurde im Sinne einer positiveren User Experience vereinfacht und ist für den Käufer somit übersichtlicher und performanter. Aber auch für die Nutzer auf Shopseite wird es unkomplizierter. Der Backend-Bereich wirkt aufgeräumter und moderner. Das Anlegen von Produkten geht schneller von der Hand und die „Data Grids“ können ohne die Hilfe eines Entwicklers angepasst werden. Des Weiteren ist die Menüführung intuitiver, wodurch die Lernkurve für die Benutzung deutlicher flacher ausfällt.

Kann mein Shop auch weiter auf Magento 1 laufen?

Eine Migration von Magento 1 auf Magento2 bleibt mittelfristig unausweichlich.
Die Frage ist nicht, ob man von Magento 1 auf Magento 2 migriert, sondern ob man bei Magento bleibt. Denn wenn der Shop noch auf Magento 1 läuft, bleibt eine Migration mittelfristig unausweichlich.

Diese Frage ist langfristig gesehen, leider mit einem Nein zu beantworten. Im Sommer 2017 wurde angekündigt, dass der Support von Magento 1 zu November 2018 endet – das sorgte natürlich schnell für viel Unruhe innerhalb der Community. Kurze Zeit darauf entschied sich das Magento-Team deshalb dazu, den Support für Magento 1 auf „unbestimmte Zeit“ zu verlängern. Das Supportende wird dementsprechend 18 Monate vorher angekündigt. Allerdings müsst ihr bedenken: Es sind keine weiteren Features oder Innovationen innerhalb der Magento 1 Releases zu erwarten. Die Entscheidung bezieht sich ausschließlich auf Security- und Bugfixes.

Für Agenturen und Shopbetreiber ist das zunächst eine gute Nachricht: Migrationen können so ausführlich und langfristig geplant werden. Entsprechend sollten neue Shop-Projekte aber nicht mehr mit Magento 1 realisiert werden. Und klar ist auch: Spätestens mit der Ankündigung des Supportendes von Magento 1 sollte der Plan zur Migration bereitliegen – der Betrieb eines Onlineshops ohne Versorgung mit Sicherheitspatches kann nämlich schwerwiegende Folgen haben. Beispielsweise wurden vor allem in den letzten 24 Monaten einige Sicherheitslücken innerhalb von Magento 1 bekannt und ausgenutzt. Bedenkt man, dass ein Shop häufig eine wichtige Absatzquelle oder gar das einzige Standbein ist, so sollte der sichere Betrieb natürlich garantiert sein.

Jetzt schon auf Magento 2 wechseln oder lieber noch warten?

Wer Bedenken hat, ob Magento 2 schon stabil genug ist, dem können wir eine kleine Entwarnung geben: Der Release von Magento 2.0.0 erfolgte bereits am 17. November 2015. Aktuell ist die Version 2.2.2 vom 17. Dezember 2017. Im Laufe dieser Zeit haben auch schon einige große Kunden gezeigt, dass sie Magento 2 vertrauen und haben ihre Shops gerelaunched. Einige Beispiele hierfür sind Helly HansenJaguar und Landrover.

Auch um die Extensions müssen sich Umzugswillige keine Gedanken machen: Der Magento Marketplace listet aktuell 1611 Extensions für Magento 2. Darunter sind natürlich auch wichtige Extensions, wie die Anpassung an das deutsche Recht.

Der Magento Marketplace listet aktuell schon mehr Extensions für Magento 2 als für Magento 1.
Der Magento Marketplace listet aktuell 1611 Extensions für Magento 2. Besonders in den Kategorien „Content & Customization“, „Marketing“ und „Sales“ haben Online-Händler eine große Auswahl. (Screenshot: Magento Marketplace)

Wie geht man den Wechsel an?

Grundsätzlich besteht eine Migration aus vier Schritten:

1. Theme-Migration

Da Magento 1 Themes nicht kompatibel sind, müssen diese im ersten Schritt zunächst migriert werden. Dafür gibt es verschiedene Ansätze – am naheliegendsten ist es aber, das bestehende Theme anzupassen. Ein effizienter Helfer hierbei, ist der Frontend-Developer-Guide. Ist aber ein genereller Tapetenwechsel geplant, ist das Standard Luma-Theme ein guter Anfangspunkt. Alternativ finden sich im Marketplace aber auch diverse andere Themes.

2. Extension-Migration

Auch die Magento 1 Extensions sind nicht kompatibel, sodass hier eine manuelle Migration erfolgen muss. Aber keine Panik: Für viele beliebte Extensions gibt es bereits Aktualisierungen für Magento 2 oder aber entsprechende Alternativen.

3. Code-Migration

Im dritten Schritt erfolgt dann die Code-Migration – diese ist vergleichsweise einfach zu migrieren. Magento stellt euch hierfür nämlich ein Code-Migration-Toolkit zur Verfügung.

4. Daten-Migration

Auch für die Migration der Datenbank stellt Magento ein Tool bereit. Da es sich hierbei aber um einen aufwendigen Prozess handelt, sollte dieser ausschließlich in Dev-/Staging-Umgebungen stattfinden. Wie aufwendig so eine Migration ist und wie lange sie dementsprechend dauert, kann man nicht pauschal beantworten. Das hängt zum Beispiel davon ab, wie „custom“ das Theme ist und wie stark Magento modifiziert wurde.

Behandle es wie einen Plattformwechsel – denn es ist einer

Fest steht: Wer seinen Shop noch auf Magento 1 betreibt, sollte sich jetzt Gedanken machen, wie es weiter geht. Für einige mag es der richtige Zeitpunkt sein, noch mal grundlegend zu überlegen, ob Magento die richtige Wahl ist. Für die anderen stellt sich nur die Frage des Zeitplans für die Migration auf Magento 2. Egal, in welche Richtung es gehen soll, das Expertenteam der „Services für Agenturen“ bei Mittwald steht beratend und lösungsorientiert zur Seite. Und das ganz individuell: Ganz gleich, ob ihr von Magento 1 auf 2 oder doch zu einem anderen Shopsystem wechseln wollt.

Wer Magento 2 aber schon mal ausführlicher ausprobieren möchte, kann sich bei Mittwald beispielsweise einen Magento-2-Testaccount erstellen und das Shopsystem 30 Tage lang kostenfrei testen.

JETZT TESTACCOUNT ANLEGEN!

Mehr interessante E-Commerce-, Agentur-, Marketing- und Hosting-News, sowie Ratgeber und How-Tos könnt ihr über den Newsletter von Mittwald abonnieren.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden