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Exit für Company-Builder: Deloitte kauft Makers

Friedrich Neuman hat den Company-Builder Makers aufgebaut. (Foto: Makers)

Die Berater und Wirtschaftsprüfer von Deloitte holen sich Startup-Kompetenz ins Unternehmen und kaufen den Berliner Inkubator Makers des ehemaligen Rocket-Managers Friedrich Neuman.

Die Startup-Schmiede Makers wird von der internationalen Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte übernommen, wie das Unternehmen gegenüber Gründerszene bestätigte. Deloitte versuchte sich zuletzt stärker in digitalen Themen zu positionieren. Vor allem klassische Wirtschaftsprüfer wie Deloitte, EY und PwC setzen auch angesichts der Digitalisierung verstärkt auf Beratung.

Makers wird vom ehemaligen Rocket-Manager Friedrich Neuman geführt, verfolgt beim Company Buildung aber einen fast konträren Ansatz zum Berliner Platzhirsch: Statt Unternehmen mit sehr viel Kapital schnell zu skalieren, konzentriert sich Makers auf wenige ausgesuchte Unternehmen mit eher geringen Finanzierungsrunden, die schnell auf Profitabilität getrimmt werden.

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Damit Makers investiert, müssen Startups und Gründer vier wesentliche Voraussetzungen erfüllen: Die Gründer müssen erstens Expertise oder Kontakte in der Branche mitbringen, in der sie ihr Startup ansiedeln. Zweitens muss einer von ihnen technisches Fachwissen vorweisen können. Das Geschäftsmodell muss drittens eine Weile ohne Investition auskommen können. Und die Gründer sollten viertens am Anfang unter dem Dach von Makers sitzen.

Makers macht Inkubation und Acceleration

Makers wurde vor vier Jahren gegründet – damals investierten Neuman und sein Mitgründer Marius Schulze Gewinne aus der Preissuchmaschine Runashop, um damit neue Unternehmen aufzubauen. Das Geschäft des kleinen Berliner Unternehmensbauers konzentriert sich auf zwei Modelle: Inkubation und Acceleration. Bei der Inkubation bauen Neuman und Schulze das Startup mit auf, beispielsweise das internationale Werbenetzwerk Iconpeak. Makers stellt dann die Idee oder bastelt daran mit, sucht manchmal auch nach einem Gründerteam, rüstet es mit Startkapital aus.

Bei der Acceleration kommen Gründer schon mit einer Idee, manchmal auch einer GmbH, zu Makers. Dann konzentriert sich Makers eher darauf, die Idee zu skalieren und sie beim Wachstum zu unterstützen. Bei allen Makers-Gründungen hält der Company Bilder mindestens 25,1 Prozent der Anteile, bei Beteiligungen liegt der Anteil in der Regel niedriger, sagte Neuman t3n.de vergangenes Jahr.

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Mitarbeit: Lisa Hegemann

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