News

Tech-Milliardäre investieren in kaum bekanntes Alphabet-Startup

Microsoft-Gründer Bill Gates investiert in Energie-Startup. (Foto: PARISIEN/Jean Nicholas)

Das US-Startup Malta will Strom aus erneuerbaren Energien länger speichern als je zuvor. Jetzt investieren Tech-Milliardäre wie Jeff Bezos und Bill Gates einen Millionenbetrag in die Technologie.

Bill Gates, Jeff Bezos, Richard Branson: Die Liste der Tech-Milliardäre, die ab sofort über einen Wagniskapitalfonds am Energie-Startup Malta beteiligt sind, ist lang. 26 Millionen US-Dollar investiert Breakthrough Energy Ventures einem Bericht von Bloomberg zufolge in die Jungfirma aus Kalifornien. Zu den weiteren Investoren gehört auch Mayasoshi Son, Gründer des milliardenschweren Technologiefonds Softbank.

Malta entwickelt neuartige Stromspeicher

Malta hat ein neues Verfahren entwickelt, das Strom aus erneuerbaren Energieträgern für angeblich bis zu mehrere Wochen speichern kann. Erzeugter Strom aus Solaranlagen wird dazu als Wärme in großen Tanks mit Hochtemperatursalz und als Kälte in großen Tanks mit gekühlter Flüssigkeit gespeichert. Aus der Temperaturdifferenz erzeugt eine Wärmepumpe dann erneut elektrische Energie, die zurück ins Netz gespeist werden kann. Auf diese Weise soll sauberer Strom auch in verbrauchsintensiven Abendstunden fließen, wenn die Sonne nicht scheint.

Das Alphabet-Startup Malta entwickelt einen neuartigen Stromspeicher. (Foto: Alphabet)

Das Alphabet-Startup Malta entwickelt einen neuartigen Stromspeicher. (Foto: Alphabet)

In der effektiven Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen sehen Experten einen Schlüssel zur Reduzierung der globalen CO2-Emissionen. Der US-Bundesstaat Kalifornien will seinen Strom bis zum Jahr 2045 ausschließlich aus CO2-freien Quellen wie Wind- und Solarenergie gewinnen. Noch sind entsprechende Technologien jedoch teuer, da ein großer Teil der elektrischen Energie nicht gespeichert werden kann. Dem Bloomberg-Bericht zufolge bleibt deshalb allein bis zu ein Drittel der gewonnenen Sonnenenergie ungenutzt.

Erdacht im Alphabet-Labor

Erdacht wurde das Konzept hinter Malta von Forschern des geheimen Projektlabors der Google-Mutter Alphabet. Die einst als Google X bekannte Einrichtung will die ambitionierten Ziele der Google-Gründer umsetzen. An Malta wird seit mindestens zwei Jahren gearbeitet. Mit dem frischen Kapital wird das Projekt nun in eine eigenständige Firma überführt. Im nächsten Schritt soll eine erste Fabrik errichtet werden. Bis diese voll funktionstüchtig ist, sei jedoch weiteres Kapital nötig, sagte Firmenchefin Ramya Swaminathan. Durch den Einstieg namhafter Geldgeber dürfte es an Interessenten jedoch nicht mangeln.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.