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Wannacry, Petya und mehr: Malware-Attacken kosten deutsche Firmen richtig Geld

(Foto: Tammy54/Shutterstock.com)

Deutsche Unternehmen müssen mit einem drastischen Anstieg der Kosten durch Malware-Attacken wie Wannacry oder Petya rechnen. Besonders betroffen sind Finanzdienstleister.

Malware-Attacken treiben Kosten in Unternehmen

Malware-Attacken wie Wannacry oder Petya haben in diesem Jahr über Wochen hinweg die IT-Schlagzeilen bestimmt. Jetzt schlagen diese und weitere Cyber-Angriffe sich auch auf der Kostenseite nieder – bei deutschen Unternehmen. Laut der Studie „Cost of Cybercrime“ der Beratungsagentur Accenture sehen sich Firmen aus Deutschland mit einem drastischen Kostenanstieg gegenüber dem Vorjahr in der Höhe von 42 Prozent auf durchschnittlich 11,2 Millionen US-Dollar jährlich konfrontiert.

Kosten für Malware-Attacken und Cybercrime in sieben Ländern. (Grafik: Accenture)

Die höchsten Kosten entstanden US-Unternehmen, die durchschnittlich 17,4 Millionen Dollar ausgaben. Weltweit verbuchte Accenture eine Steigerung um knapp 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre kletterten die Kosten für Hackerangriffe um satte 62 Prozent, wie Zdnet.de berichtet. Der deutliche Kostensprung in diesem Jahr lag laut Accenture an den erwähnten Erpressungstrojanern Wannacry und Petya, die internationalen Konzernen Umsatzausfälle von mehreren Hundert Millionen Dollar beschert haben sollen.

Malware-Attacken: Finanz- und Energiebranche im Fokus

Besonders stark betroffen waren demnach Finanzdienstleister und Unternehmen aus der Energiebranche. Insgesamt haben die Befragten im Schnitt 130 Sicherheitsverletzungen erlebt, bei denen das Kernnetzwerk oder das Unternehmenssystem betroffen waren – ein Anstieg gegenüber 2016 von 27 Prozent. Die Zeit, um die Folgen der Angriffe zu beheben, betrug bei den befragten Unternehmen bei Vorfällen, in denen Firmeninsider verwickelt waren, 50 Tage, bei Ransomware-Attacken immerhin 23 Tage.

Interessant ist auch, dass in Deutschland und Australien knapp ein Viertel der Kosten auf Angriffe mit Schadsoftware entfallen. In Frankreich dagegen sind webbasierte Angriffe der größte Kostentreiber. DDoS-Angriffe verursachen in Deutschland und Großbritannien jeweils 15 Prozent der Kosten. Der mit den Angriffen verbundene Informationsverlust wurde übrigens von 43 Prozent der Unternehmen als besonders schädlich empfunden.

Für die Accenture-Studie (PDF) befragte das Ponemon Institute mehr als 2.000 Sicherheits- und IT-Verantwortliche in sieben Ländern (USA, Deutschland, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien und Australien).

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