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Malwarebytes findet immer mehr Schadsoftware auf Macs

Schadsoftware gibt es auch für Macs. (Bild: Apple)

Die Virenjäger von Malwarebytes haben ihren Jahresbericht 2019 vorgelegt und dabei erstmals Mac-Malware in ihre Bedrohungs-Top-Five aufgenommen.

Malwarebytes stellt Viren- und Malware-Schutz-Tools für Windows, Android und macOS her. In ihrem Jahresbericht betrachten sie die Findings des letzten Jahres über alle diese Plattformen. Schienen Mac-Computer über Jahrzehnte fast schon immun gegen Bedrohungen durch Malware, will Malwarebytes nun Belege dafür gefunden haben, dass sich hier ein gegenläufiger Trend ankündige.

Mac-Malware sichert sich die Plätze 2 und 5 in den Top 5

So fanden sich unter den fünf weltweit am häufigsten erfassten „Bedrohungen“ 2019 erstmals gleich zwei Exemplare von Mac-Malware. Dabei handele es sich um die Browser-Adware NewTab auf Platz 2 der Top 5, sowie um ungewollt installierte Software (sog. PUP, Potentially Unwanted Program) auf Platz 5.

Bei den genannten PUP handelte es sich in den meisten Fällen um Klone der Scareware Advanced Mackeeper. NewTab wiederum ist eine Browser-Erweiterung, die den Inhalt von Webseiten modifiziert und allerlei Umleitungen zu Webseiten veranstaltet, die der Nutzer ohne die Erweiterung nicht aufrufen würde. Dabei tarnt sich die Erweiterung etwa als Flug- oder Paket-Tracker und gaukelt nicht vorhandene Nützlichkeit vor.

Nach Beobachtungen von Malwarebytes waren im Jahr 2019 vor allem Mac-Nutzer von Malware betrofffen. Während auf einem Windows-System im Schnitt unter fünf Bedrohungen gefunden worden seien, läge dieser Wert bei Mac-Rechnern bei fast zehn und damit nahezu doppelt so hoch.

Die Malware-Kirche im Dorf lassen

Da die Firma nur Rechner in die Untersuchung aufnehmen konnte, auf denen auch ein Malwarebytes-Produkt installiert war, sagen die Ergebnisse nicht sonderlich viel aus. Immerhin räumt das das Unternehmen selbst ein, indem es zu bedenken gibt, dass Rechner mit Malwarebytes-Installation vermutlich schon einmal Opfer eines Befalls gewesen waren und so möglicherweise für die breite Masse der Nutzer nicht repräsentativ sein könnten.

Zudem erscheint es etwas überzogen von steigender Bedrohungslage zu sprechen, wenn es um relativ harmlose Adware und ungewollte Software geht. Im Ergebnis brauchen sich Mac-Nutzer nicht von Malwarebytes um den Schlaf bringen lassen.

Passend dazu: Malware für den Mac: Sicherheitsfirma Malwarebytes verzeichnet Anstieg um 62 Prozent

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Ein Kommentar
gast22
gast22

Es ist nicht die Menge entscheidend, sondern die Gefährlichkeit. Hinzu kommt, dass alte Malware schon längst keine Gefahr mehr verursachen kann, weil aktuelle Updates diese überhaupt nicht zum Zug kommen lassen.

Das wird vom Hersteller natürlich verschwiegen, ebenso die Tatsache, dass viele Malwares per email auf den Mac kommen ohne jemals aktiviert zu werden, weil sie durch die App Mail einfach sofort in den Spam-Ordner geschickt werden.

Wer sich gerne über das Thema aufklären lassen will siehe einfach bei Mac-tv.de nach.

Mehr gibt es zu dem Thema nicht zu sagen, es sei denn man geht dem Hersteller auf den Leim!

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