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Akku statt Oberleitung: MAN will Elektro-Lkws für die City bauen

(Bild: MAN)

Die VW-Tochter MAN will künftig Elektro-Lkws für den Stadtbereich bauen. Der Lastwagenhersteller hat gerade einen ersten City-E-Truck vorgestellt. Ab 2021 soll die Serienproduktion beginnen.

MAN baut Elektro-Lkws

Der Lkw- und Busbauer MAN hat im österreichischen Steyr einen elektrisch angetriebenen Lkw vorgestellt. Gemeinsam mit dem österreichischen Council für nachhaltige Logistik (CNL) sollen ab Ende 2017 Elektro-Lkws in der Praxis getestet werden. MAN stellt die Fahrzeuge dazu den CNL-Mitgliedsunternehmen, die aus den Bereichen Handel, Logistik und Produktion stammen, zur Verfügung. Ab 2021 will MAN den E-Truck in Serie produzieren. Darüber hinaus kündigte der Hersteller für Ende 2019 die Serienproduktion eines vollelektronischen Stadtbusses an.

Die Elektro-Lkws von MAN sollen vorrangig über Nacht geladen werden. (Bild: MAN)

„MAN verfolgt eine klare Roadmap in puncto Elektromobilität – und zwar für Lkw und Busse“, sagte MAN-Chef Joachim Drees. Dabei setzt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge auf einen modularen Baukasten von Antriebskomponenten, der flexibel für verschiedene Anwendungen eingesetzt werden kann. Bei dem Einsatz in Stadtgebieten sei es wichtig, dass die Fahrzeuge ein hohes Ladevolumen bei geringem Eigengewicht bieten, frei von Emissionen sowie sehr leise unterwegs und sehr wendig sein müssen.

Elektro-Lkws von MAN schaffen 200 Kilometer

Der geplante MAN-E-Truck wird mit einem 250-Kilowatt-Elektromotor angetrieben, die Energie liefern leistungsfähige Lithium-Ionen-Batterien aus dem Volkswagen-Konzern. Eine Ladung hält aktuell rund 100 Kilometer, die Kapazität will MAN aber in den nächsten Monaten verdoppeln. Geladen werden sollen die Akkus vorrangig über Nacht. Aber auch ein Zwischenladen während des Fahrzeugeinsatzes ist möglich. Die Reichweite lässt sich über seitlich am Rahmen angebrachte zusätzliche Batterien noch erhöhen.

(Bild: MAN)

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An Konzepten für elektrisch betriebene Lkws arbeitet unter anderem auch Siemens. Der Konzern testet derzeit auf einem zwei Kilometer langen Autobahnabschnitt in Schweden sein Oberleitungssystem für Lkws „eHighway“. In Deutschland sollen bis Ende 2018 ähnliche Tests mit Oberleitungen auf Autobahnen stattfinden. Für den Einsatz in der City ist ein solches Konzept aber laut MAN nicht gut geeignet.

via www.wiwo.de

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Ein Kommentar
Dirk Loserth
Dirk Loserth

Eines von vielen interessanten Projekten. Allerdings:

Möglichkeiten gäbe es viele, eine effektive und praktikable Elektromobilität voranzubringen. Hier bedarf es meiner Meinung nach eines „von höherer Stelle“ vorgegebenen Gesamtkonzeptes – sprich der politische Wille muß (wirklich) da sein. Es ist nämlich fraglich, ob ein Umbau gelingt, wenn man es alleine der Industrie überlässt und jeder sein eigenes Süppchen kocht.

Bestes Beispiel: Ein einheitlicher Schnelladestecker für alle Hersteller scheint nicht in Sicht (ich weis allerdings nicht, ob es funktionierende Adapter für die verschiedenen schon in Betrieb befindlichen Fahrzeuge gibt).

Prinzipiell finde ich auch technische Lösungen wie Oberleitungen oder induktive Fahrspuren nicht uninteressant (wenn Test zeigen, dass es im Großen Rahmen praktikabel ist). Ohne einheitliche Vorgaben, wird es meiner Meinung nach aber nur sehr schwer erfolgreich umsetzbar sein.

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