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Dieses Berliner Reise-Startup will Google schlagen – mit prominenten Investoren

Das Team von Mapify. (Foto: Mapify)

Das Berliner Startup Mapify will Google als Werkzeug für die Reiseplanung überflüssig machen. Dafür erhalten die jungen Gründer jetzt Geld von namhaften Managern aus der Tech-Szene.

Wohin soll die nächste Reise bloß gehen? Diese Frage bereitet vielen Menschen nicht nur Kopfzerbrechen, am Küchentisch oder in Whatsapp-Gruppen wird sie sogar oft zum Streitthema. Dabei könnten soziale Netzwerke wie beispielsweise Instagram dank unzähliger Urlaubsfotos eine ideale Inspirationsquelle sein.

„Leider fehlt es Instagram-Fotos an wichtigen Informationen, etwa zu passenden Unterkünften oder lokalen Besonderheiten“, sagt Patrick Häde im Gespräch mit t3n.de. Dies mache die Reiseplanung schwierig. „Letztlich muss man sich die notwendigen Informationen mühsam bei Google zusammensuchen“, so der 23-Jährige.

Mapify will Reiseplanung vereinfachen

Mit vier weiteren Studenten aus Kassel und einem Absolventen der TU München hat Häde deshalb eine App entwickelt: Mapify. Sie soll den visuellen Anspruch von Instagram mit dem Nutzen einer Reisesuchmaschine verbinden.

In der App können Nutzer Urlaubsfotos hochladen und mit Zusatzangaben wie Reiserouten oder Beschreibungstexten anreichern. Aus den Daten werden dann automatisierte Empfehlungen für andere Nutzer auf der Suche nach dem nächsten Traumurlaub abgeleitet. Der Clou: Durch Schnittstellen zu Portalen wie Skyscanner oder Airbnb sparen Reiselustige weiteren Rechercheaufwand. Passend zur gewählten Destination zeigt Mapify günstige Flüge sowie nahegelegene Unterkünfte an. Eine Packliste informiert außerdem über benötigte Visa oder Steckdosen-Adapter.

Geld aus dem Kreis von Airbnb und Spotify

Die Mapify-App. (Screenshot: Mapify)

Die Resonanz bisher? „Überwältigend“, sagt Mitgründer Patrick Häde. Seit dem Start von Mapify vor drei Monaten haben Nutzer bereits über 1.800 sogenannte Trips in 160 Ländern in die App hochgeladen. „Kurz vor Weihnachten wurden wir außerdem von Apple zur App des Tages gekürt. Das hat uns noch mal einen kräftigen Schub gegeben“, sagt Häde. Über konkrete Download-Zahlen will er zwar nicht sprechen. „Ich kann jedoch sagen, dass wir schon jetzt ein starkes Nutzerwachstum haben, dass es für Unternehmen wie Skyscanner oder Airbnb spannend ist, mit uns zu kooperieren.“

Das gefällt nicht nur den Mitarbeitern bei Apple. Wie t3n.de erfuhr, haben Häde und seine Mitstreiter jetzt namhafte Persönlichkeiten aus der Tech-Szene als Geldgeber gewonnen. So investieren unter anderem der Ex-Deutschland-Chef von Airbnb, Gunnar Froh, sowie Fredrik Posse, beim Musikstreaming-Dienst Spotify für die Kooperationen verantwortlich, einen Betrag in Höhe von rund 300.000 US-Dollar in das Berliner Reisenetzwerk. Ebenfalls an der Seed-Finanzierung beteiligt hat sich mit Hagen Angermann ein ehemaliger Manager von Daimler.

Schon mehrmals gegründet

Dass Mapify schon wenige Monate nach dem Start das Interesse namhafter Szeneköpfe weckt, dürfte auch der Vergangenheit der Gründer geschuldet sein . Für Patrick Häde beispielsweise ist Mapify trotz seines noch jungen Alters nicht die erste Unternehmensgründung. Schon in der Schule war er für einen lokalen Online-Marktplatz in Kassel verantwortlich, gründete später mit seinem Bruder eine Webagentur für kleine und mittelständische Unternehmen. Während eines Jura-Studiums kam außerdem noch die Gründung eines Flugrechte-Startups hinzu.

Auch sonst ist das Team von Mapify beachtlich jung: Zwei der Mitgründer sind erst 19, der älteste 26 Jahre alt. Dass Mapify sich nebenbei bemerkt auf eine finanzielle Förderung durch das renommierte Massachussetts Institute of Technologie (MIT) berufen kann, die Häde während eines Auslandsssemesters in den USA einwarb, dürfte ebenfalls ein Pluspunkt für die Investoren gewesen sein.

Die Pläne von Häde jedenfalls sind ambitioniert: „Wir wollen zu einer Metasuchmaschine für Reisedaten aller Art werden“, sagt der Unternehmer. Trotz großer Konkurrenz durch Anbieter wie Tripadvisor glaubt er an eine Marktlücke, langfristig soll sich Mapify über Provisionen aus vermittelten Buchungen und Reise-Equipments finanzieren. Zunächst aber soll das Geld aus der Finanzierungsrunde in mehr Personal und die Weiterentwicklung des Produkts investiert werden. Eine Funktion für die Erstellung gemeinsamer Reisepläne ist bereits in Arbeit.

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