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Keine „verrückten Dinge“ tun müssen: Was Mark Zuckerberg Chefs rät

Mark Zuckerberg. (Foto: deneyterrio / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Risiko zählt für Unternehmen wie Facebook zur Normalität. Trotzdem sollten Führungskräfte ihr Produkt nicht ständig ändern, sagt Mark Zuckerberg in einem Interview.

Wenn es einen Unternehmer gibt, der viele Trends frühzeitig erkannt hat, dann Mark Zuckerberg. Der Facebook-Gründer hat nicht nur das größte soziale Netzwerk der Welt gebaut, er hat seinen Status auch mit Zukäufen wie Instagram oder Whatsapp zementiert. Doch selbst der US-amerikanische Entrepreneur verpasst aktuelle Themen: Obwohl Virtual Reality schon seit Jahren diskutiert wird, baute das Unternehmen keine eigene Expertise zu dem Thema auf, wie Zuckerberg in einem Interview sagt.

In dem Gespräch mit dem Y-Combinator gewährt der Gründer einen seltenen Einblick in seine persönlichen Ansichten. „Wenn wir einen besseren Job gemacht und intern Expertise in diesem Bereich aufgebaut hätten, dann hätten wir das nicht machen müssen“, sagt der Entrepreneur über den Oculus-Rift-Kauf. Aber sein Unternehmen habe sich eben nicht frühzeitig mit Virtual Reality beschäftigt.

Selbstkritik von Mark Zuckerberg

Für den Facebook-Gründer ein Makel: „Wenn du deine Sache gut machst, dann musst du keine großen, verrückten Dinge tun“, sagt Zuckerberg in dem 30-minütigen Interview. Zu viel Veränderung sei ein Zeichen dafür, dass ein Unternehmen nicht weit genug gedacht habe. Der Job eines CEO sei es nicht, in eine Situation zu kommen, in der man verrückte Dinge tun müsse.

 „Du kannst nicht allen voraus sein.“

Dennoch predigt der Facebook-Chef keine Risikoaversion. Es sei unvermeidlich, dass man auf Dauer auch mal etwas wagen müsse, so Zuckerberg: „Du kannst nicht allen voraus sein.“ Wer erkennt, dass er hinterherhinkt, müsse den Mut haben, eine große Entscheidung zu treffen. Das Schlimmste sei, nie zuzugeben, dass man falsch lag.

Der Gründer betont, dass jede Entscheidung Vor- und Nachteile hätte. Aber wenn ein Unternehmen stagniere und keine Entscheidungen treffe, dann sei das Scheitern garantiert. Um seinen Punkt zu unterstreichen, zitiert er einen Ratschlag von Star-Investor Peter Thiel: „In einer Welt, die sich so schnell verändert, gehst du das größte Risiko ein, wenn du gar kein Risiko eingehst.“

via www.youtube.com

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2 Kommentare
Prof. Günther H. Schust

In Deutschland kennen Manager das das Wort „Risikobereitschaft“ nicht mehr. Geld auch mal in risikoreiche Investments zu stecken ist schon sehr viel verlangt. Boni und Rendite sind wichtiger. Bevor wir Deutschen investieren, wollen wir einen Businessplan sehen und wissen, welche Rücklagen und Sicherheiten es gibt. Nur wer Geld mitbringt und alles liefert , hat hierzulande eine Chance. Aber genauso werden Start-ups im Silicon Valley gegründet, die ein innovatives Geschäftsmodell nach vorwärts puschen. In den USA bekommt man sogar für radikale, zukunftsträchtige Ideen Geld. Viele scheitern damit, aber ein paar haben Erfolg. Das passiert in Deutschland kaum, deshalb laufen wir Gefahr den Anschluss zu verlieren. Deutschland geht es gut, weil wir die wesentlichen Innovationen in den letzten 40 Jahren erzeugt haben. Leider ist im Segment Internet, Software und neuen Geschäftsideen Deutschland kaum vertreten. Alles was bis jetzt realisiert wurde, wurde von den USA gecovert. Es ist die disruptive Innovation die schleichend kommt, eine Veränderung auf die wir uns einlassen sollten und von der wir nur profitieren können… siehe die wertvollsten Start-ups der Welt: WeWork, LuFax, Dropbox, Printerest, SpaceX, Didi Kuaidi, Flipkart, Snapchat, Palantir, Airbnb, Uber, Xaiomi, etc.

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Antje Willi
Antje Willi

Mich würde mal interessieren, wann in diesem Land Männer und Frauen für die gleiche Arbeit das gleiche Gehalt bekommen. Wenn die Geburtenrate bei 0,4 liegt? Es gibt lokal und global und, was weiß ich wo, genug Möglichkeiten sich lächerlich zu machen, was sich mitunter auch nicht immer vermeiden lässt. Was ist mir selbst wichtig? Was ist mir eher nicht so wichtig?

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