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Ratgeber

Marketing-Trends 2019: Das können wir nächstes Jahr erwarten

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„Keine Panik vor der E-Privacy-Verordnung!“ – Boris Kurschinski, Vice President DACH bei Adform

Boris Kurschinski
Boris Kurschinski, Vice President DACH bei Adform. (Foto: Adform)

„Kaum haben wir 2018 mit der Datenschutzgrundverordnung hinter uns gebracht, da steht uns mit der E-Privacy-Verordnung der vermeintlich nächste Prüfstein ins Haus, mit dem sich wieder einmal die gesamte Werbebranche beschäftigen muss. Die Ausgestaltung der Verordnung ist noch weit entfernt vom finalen Stadium, dennoch kann ich jedem nur raten, ein genaues Auge darauf zu haben. Denn so oder so wird es im Anschluss wieder einiges zu tun geben. Was jedoch auch rund um E-Privacy fehl am Platz ist, ist Panik! Wie schon auf der Zielgeraden zur DSGVO wird die Branche auch die nächste gesetzliche Anforderung nur mit Zusammenhalt und Zusammenarbeit meistern. Und eine der wichtigsten Herausforderungen auf dem Weg dahin ist es, im kommenden Jahr gemeinschaftlich gesetzeskonforme Lösungen mit starken Identity-Management-Funktionen bereitzustellen, die auch jenseits der Walled Gardens funktionieren.“

„Kein Kunde darf das Gefühl haben, automatisiert und unpersönlich abgespeist zu werden.“ – Prelini Udayan-Chiechi, Vice President Marketing EMEA bei Zendesk

Prelini Udayan-Chiechi
Prelini Udayan-Chiechi, Vice President Marketing EMEA bei Zendesk (Foto: Zendesk)

Nicht zuletzt auch durch die DSGVO sind Unternehmen mehr denn je in der Pflicht, kanalübergreifend mit ihren Kunden in einen personalisierten Dialog zu treten – und zwar passend zum jeweiligen Kontext, in dem der Austausch stattfindet. Frei nach dem Motto „Wenn du schon Daten von mir hast, dann nutze sie auch!“ wird sich diese Entwicklung – und zwar auch getrieben vom Kunden – im kommenden Jahr verstärken. Schließlich sind die Alternativen mehr denn je nur einen Klick entfernt. Für Unternehmen bedeutet dies weitere Investitionen in die Konsolidierung ihrer Daten und deren Integrität sowie Analyse. Nur wenn alles zentral zusammenläuft, ist eine personalisierte Ansprache entlang der gesamten Customer Journey überhaupt erst möglich. Die helfende Hand wird dabei 2019 verstärkt aus Richtung der künstlichen Intelligenz kommen – schnellere Antworten im Kundenservice, Self Service oder die Beantwortung wiederkehrender Fragen, all dies kann KI den Unternehmen heute schon abnehmen. Wichtig ist, dass dabei die Authentizität nicht auf der Strecke bleibt. Kein Kunde darf das Gefühl haben, automatisiert und unpersönlich abgespeist zu werden.

„Customer-Data-Plattform werden massig an Bedeutung gewinnen.“ – Holger Stelz, Managing Director CDH-Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung bei Uniserv

Holger Stelz
Managing Director CDH-Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung bei Uniserv. (Foto: Uniserv)

Der für die Kundenansprache wichtige 360-Grad-Blick auf den Kunden fehlt in vielen Unternehmen immer noch. Das verwässert die Customer Journey. Massiv an Bedeutung wird daher im nächsten Jahr die sogenannte Customer-Data-Plattform, kurz CDP, gewinnen. Die CDP ist eine vom Marketer verwaltete umfassende Plattform, auf der Kundenprofile konsolidiert werden und für andere Systeme zugänglich ist. Aber auch Informationen aus verschiedenen Kanälen wie soziale Medien, Webshops, Smartphone-Interaktionen, E-Mail-Kommunikation und IoT-Geräten lassen sich anbinden.

„Seriosität und Haltung“ – Carsten Dorn, Geschäftsführer Score Media Group

Carsten Dorn
Carsten Dorn, Geschäftsführer Score Media Group (Foto: Score Media Group)

Wir werden 2019 zahlreiche Kampagnen sehen, die gesellschaftlich relevante Themen rund um Haltung und Verantwortung besetzen. Und vielen Unternehmen ist es dabei keineswegs egal, welche (journalistischen) Werte durch ihre Werbeinvestitionen gefördert werden. Wir beobachten diesen Trend bereits seit längerer Zeit. Werbetreibende suchen in einer immer flüchtiger werdenden Welt verstärkt nach sicheren und vertrauensvollen Werbeumfeldern, die höchste Glaubwürdigkeit genießen. Entsprechend steigt die Bedeutung etablierter und glaubwürdiger Medienmarken. Schließlich bieten diese den Menschen die nötige Orientierung und den Halt, der ihnen im Medien- und Inhaltedschungel heute oftmals fehlt: Sie sind seriös statt spektakulär, ordnen Themen ein, sie sind relevant und nachhaltig. Und genau dafür stehen die regionalen Tageszeitungsmarken – online wie offline.

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