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Marketplace Pulse: Fast die Hälfte der Amazon-Topseller kommt aus China

(Foto: dpa)

Schon 40 Prozent der Top-Verkäufer auf dem Marketplace von Amazon stammen aus China, wie eine Marketplace-Pulse-Analyse ergeben hat. Vor zwei Jahren waren es noch 26 Prozent.

Während Amazon sich im Juli aus China zurückzieht, dominieren Händler aus dem Land zunehmend Amazons Marketplace – und sie werden auch immer erfolgreicher. Nach 26 Prozent vor zwei Jahren stammen mittlerweile 40 Prozent der Topseller aus China, wie eine Analyse des E-Commerce-Portals Marketplace Pulse ergeben hat. Im europäischen Ländervergleich liegt Deutschland in puncto Anteil erfolgreicher chinesischer Händler hinten.

Amazon in Deutschland: 28 Prozent Topseller aus China

Auf der spanischen Amazon-Plattform etwa haben sich Händler aus China mit 52 Prozent schon die Mehrheit unter den Topsellern gesichert. In Frankreich stieg der Anteil der chinesischen Top-Verkäufer auf 47 Prozent, in Italien auf 45 Prozent. Einen im Vergleich geringen Anteil machen Topseller aus China in Großbritannien aus – nämlich 34 Prozent. In Deutschland liegt deren Anteil bei 28 Prozent.

Eine solch genaue Aufschlüsselung ist möglich, weil Onlinehändler in Europa verpflichtet sind, ihre offizielle Geschäftsadresse anzugeben. Die Marketplace-Pulse-Analyse nimmt dabei die 10.000 besten Verkäufer jedes Amazon-Marktplatzes unter die Lupe. Diese Topseller machen gut die Hälfte der Umsätze auf dem Marketplace unter sich aus.

Rundgang in Seattle: Das Amazon-Hauptquartier in Bildern
Amazon-Headquarter, Day One North. (Foto: Jochen G. Fuchs)

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In den USA gibt es noch keine solche Vorschrift, daher kann nur geschätzt werden, wie hoch die Anteile der Händler aus den verschiedenen Ländern auf Amazon.com sind. Die Branchenexperten von Marketplace Pulse gehen aber davon aus, dass auch hier mindestens 40 Prozent der Topseller aus China kommen.

Amazon kämpft mit Produktfälschungen

Ein Grund für den steigende Erfolg chinesischer Händler auf Amazons Marketplace dürfte die Möglichkeit sein, den Fulfillment-by-Amazon-Service zu nutzen. Damit lassen sich die Lieferzeiten für Waren aus China minimieren. Die Flut an Produkten aus China hat aber auch negative Seiten für die Konkurrenz und Verbraucher. Viele Produktfälschungen kommen aus dem Reich der Mitte – was gerade bei elektronischen Produkten auch für die Kunden gefährlich sein kann. Zudem gibt es bei in Deutschland Probleme mit der Versteuerung von Verkäufen ausländischer Händler.

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