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Markt-Update: Bitcoin lässt wieder die Muskeln spielen

(Bild: Jaruwan Jaiyangyuen / shutterstock)

Lesezeit: 3 Min.
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Wie zerronnen, so gewonnen – oder so: Nach einem turbulenten Wochenende werden wieder grüne Kerzen am Kryptomarkt gedruckt. Übernehmen die Bullen wieder das Zepter?

Von den massiven Abverkäufen zum Wochenende hat sich der Kryptomarkt rasch erholt. Die Gesamtmarktkapitalisierung legt im Tagesvergleich 8,1 Prozentpunkte zu und steigt somit wieder knapp über die Marke von zwei Billionen US-Dollar. Der Bitcoin-Kurs startet mit einem Tagesplus von 6,7 Prozent ebenfalls unter guten Vorzeichen in die neue Woche. Allein im heutigen, noch jungen Handelsverlauf hat die Kryptoleitwährung bereits 5.000 Dollar gutgemacht. Zu Redaktionsschluss notiert der BTC-Kurs bei 52.717 Dollar.

(Bild: BTC Echo)

Auch die Altcoins machen ihre Verluste wieder wett. Mit Ausnahme von Dogecoin dreht die gesamte Top Ten deutlich ins Plus. Mit Ethereum (ETH), Binance Coin (BNB), XRP, Polkadot (DOT) und Uniswap (UNI) verbuchen gleich fünf Coins Kurszuwächse im zweistelligen Prozentbereich. Aber auch die Entwicklungen von Cardano (ADA) und Litecoin (LTC) können sich mit 9,6 und 8,7 Prozent durchaus sehen lassen.

(Bild: BTC Echo)

Während Nachkäufe für Kursgewinne auf breiter Front sorgen, lässt Unternehmer und Bitcoin-Entrepreneur Anthony Pompliano den Mini-Crash Revue passieren und gibt dabei eine Einschätzung über die mittelfristige Markt-Performance ab.

Long-Liquidierungen lösen Abverkäufe aus

Auslöser für den Crash waren demnach ungleiche Verteilungen an den Terminmärkten. Am Wochenende kam es Pompliano zufolge zu einem der größten „Long-Liquidationen in der Geschichte“. Insgesamt sind Long-Positionen für 1,8 Milliarden liquidiert worden und damit mehr als vor einem Jahr, als der Bitcoin-Kurs am „Schwarzen Donnerstag“ um 50 Prozent zusammengebrochen war. Der durch den Long Squeeze verursachte Kurssturz hat eine Welle von Panikverkäufen ausgelöst, die den BTC-Kurs im Rekordtempo wieder unter 50.000 Dollar gedrückt hatten.

(Bild: BTC Echo)

Pompliano zufolge deute die Spent Output Profit Ratio (SOPR) jedoch darauf hin, dass „der Boden dieser Korrektur erreicht wurde“. Der SOPR-Indikator misst die Gewinne und Verluste anhand des Einstiegs zu einem bestimmten Kursniveau. Wie sich der folgenden Grafik entnehmen lässt, hat sich die Metrik während des Ausverkaufs einem Wert von eins genähert, „was anzeigt, dass die Teilnehmer weder im Gewinn noch im Verlust sind“. Dies sei jedoch ein gutes Anzeichen, denn: „Jedes Abtauchen unter eins war historisch gesehen eine gute Kaufgelegenheit. In der Januar-Korrektur wurde der SOPR auf knapp über eins zurückgesetzt, und in der Februar-Korrektur erfolgte ein vollständiger Rücksetzer unter eins. Derzeit nähert sich der SOPR der Marke für den vollständigen Rücksetzer, was bedeutet, dass der Preis entweder den Boden der aktuellen Korrektur erreicht hat oder kurz davor steht.“

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(Bild: BTC Echo)

Bitcoin-Korrektur schon überwunden?

Rückenwind erhält der Bitcoin-Kurs von den Minern. Übten die Krypto-Bergbauer noch bis April kontinuierlich Verkaufsdruck aus, zeigt der „Miner Net Position Change“ von Glassnode an, dass sie ihre Bestände wieder akkumulieren. Dies zeige zum Einen, dass Miner auf höhere Kurse lauern, darüber hinaus belege der Hodl-Trend, dass sie ihre Betriebskosten decken können, ohne große Bitcoin-Mengen auf den Markt werfen zu müssen.

(Bild: BTC Echo)

Dem übergeordnet gebe es zudem ein rasantes Netzwerkwachstum, dass ein bullishes Schlaglicht auf die Performance der kommenden Monate wirft. Über 50.000 neue Entitäten kommen im Schnitt täglich zur Blockchain hinzu. Ein gutes Zeichen: Der Bitcoin-Kurs steigt schließlich mit seiner Adoption.

(Bild: BTC Echo)

Angesichts dieser Entwicklungen blickt Pompliano optimistisch in die nächsten Wochen. Bitcoin habe den Boden der Korrektur allmählich erreicht. Jetzt gelte es nur, abzuwarten, bis „die Gewinnmitnahmen zurückgesetzt werden und eine allgemeine Verschiebung der Coins von schwachen zu starken Händen erfolgt“. Ein Zeitrahmen ließe sich zwar nicht vorhersehen. Doch „wenn dieser Zeitraum der Konsolidierung vorbei ist, gibt es für den Kurs eine Menge Platz nach oben“.

Autor des Artikels ist Moritz Draht.

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