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Gründer aus TV-Show „Start Up“ will Maschmeyer anzeigen – wegen Beleidigung

Carsten Maschmeyer investiert in seiner neuen TV-Show in junge Gründer. (Foto: © SAT.1 / Morris Mac Matze)

Ein Gründer aus der TV-Show „Start Up“ will Carsten Maschmeyer anzeigen, weil er sich vorgeführt fühlt. Der Investor selbst reagiert mit einem sarkastischen Kommentar auf die Vorwürfe.

Spätestens seit der Erfindung von „Deutschland sucht den Superstar“ gehört ein bisschen Demütigung der Kandidaten zum TV-Geschäft dazu. Auch in „Start Up“, der neuen Gründersendung von Carsten Maschmeyer, kommen die teilnehmenden Erfinder nicht immer gut weg. Das ging auch Rentner Volker Roth so. Der 67-Jährige war Ende März in der Sendung zu sehen, er präsentierte einen „Bierball“ – eine Art rundes Bierfass im Fußballformat.

In der Ausstrahlung sind die Szenen so geschnitten, dass der Rentner seine Idee vorstellt und Maschmeyer ihn fragt: „Hatten Sie schon ein paar Bier getrunken, als Ihnen die Ballidee kam?“ In der Diskussion unter den Juroren bezeichnet Maschmeyer den Bierball kurz darauf als eine Idee für den Jahrmarkt. Sein Jurykollege Klaus Schieble ergänzte: „Und genau das Bild eines Schaustellers beim Jahrmarkt hat er bei mir hinterlassen.“ Mit seiner Idee kam Roth dementsprechend nicht weiter.

„Alle fanden, was die mit mir gemacht haben, war eine Schweinerei.“

Jetzt wehrt sich der Erfinder gegen die Darstellung in der Sendung und will gegen Milliardär Maschmeyer und seinen Kollegen Schieble vorgehen. Ein Urheberrechtsanwalt bereitet eine Klage vor. Der Vorwurf: Beleidigung und Diskriminierung. „Mir geht es um meine Ehre“, sagte Roth der Passauer Neuen Presse. „Mich als Schausteller und Jahrmarktschreier hinzustellen, ist unfair.“ Er sei nach der Ausstrahlung mehrfach auf seinen Auftritt angesprochen worden. „Und alle fanden, was die mit mir gemacht haben, war eine Schweinerei.“

Maschmeyer: „Richtig spannendes juristisches Neuland“

Carsten Maschmeyer reagierte auf Twitter mit Sarkasmus auf die Vorwürfe. „Das ist eine echte Innovation: Gerichtlich klären zu lassen, ob und wie ein Investor absagen darf“, schrieb er. „Richtig spannendes juristisches Neuland.“

Für den Unternehmer ist die geplante Anzeige eine weitere schlechte Nachricht rund um die Show. Auch die Zuschauer zeigen sich nicht begeistert von der Sendung. Zum Start kam „Start Up“ auf 1,09 Millionen Zuschauer, in der Folgewoche schalteten nur noch 720.000 Personen ein.

Auf eine neue Idee, wie vielleicht mehr Leute zuschauen, ist Maschmeyer schon gekommen. Weil ihn viele Leute persönlich auf Twitter angingen, versprach er eben dort eine Belohnung für den bissigsten Kommentar, der am Mittwoch während der neuen Folge unter dem Hashtag #RoastCM eingeht. Preisgeld: 10.000 Euro.

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Eine Reaktion
Ulrich Schmitz

Ob die Klage Erfolg hat oder nicht ist eine Sache. Eine andere, ob man eine derartige Show, die ja nur eine Kopie von eingeführten Formaten wie "Shark Tank" ist, unbedingt in die Hände von Menschen wie dem Herrn Maschmeyer legt.

Ich würde jedenfalls meine Startup-Idee bestimmt nicht von einem Glückritter dieses Kalibers beurteilen lassen. Gab es in Deutschland keine erfolgreichen Unternehmer die man für so etwas gewinnen konnte, die vielleicht ein etwas positiveres Image mitbringen und dann auch mehr Herz für kleine Leute mit innovativen Ideen haben?

Mit dieser Führungsriege war die Sendung eigentlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Das Geschmäckle haftet an, dass dort ein Mensch mit übergroßem Ego sich medial mal so richtig wichtig machen wollte - und damit meine ich nicht die frustrierten Gründer die dort auflaufen.

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