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Mega-Bug bei Firefox: Alle Browser-Erweiterungen deaktiviert – Fix unterwegs

(Foto: David Tran Photo / Shutterstock)

Firefox-Nutzer weltweit haben am Samstag Probleme mit Add-ons in ihrem Browser. Weil ein wichtiges Zertifikat abgelaufen ist, werden sämtliche Erweiterungen deaktiviert. Mozilla arbeitet an einem Fix.

Weil Firefox-Anbieter Mozilla offenbar verpasst hat, ein sogenanntes Intermediate-Zertifikat zu erneuern, werden Add-ons im Browser derzeit als Sicherheitsrisiko eingestuft – und deaktiviert. Das für die Signierung der Add-ons benötigte Zertifikat hätte schon vor einigen Wochen erneuert werden müssen, wie Golem schreibt. Das ist aber offenbar nicht passiert. Mozilla hat mittlerweile einen Fix angekündigt, der in den kommenden Stunden ausgerollt werden soll.

Firefox-Erweiterungen deaktiviert

Zu den blockierten Add-ons gehören laut Ghacks populäre Erweiterungen wie Lastpass, Ghostery, Noscript oder Ublock Origin. Wer diese Erweiterungen nutzen will, bekommt derzeit Meldungen zu seinen Add-ons wie „konnte nicht für die Nutzung in Firefox verifiziert werden und ist abgeschaltet worden“. Betroffene Nutzer sollten allerdings keine ihrer Erweiterungen entfernen, da sie nach dem Fix durch Mozilla wieder normal funktionieren dürften. Neue Add-ons lassen sich derweil nicht installieren.

Bis Samstagabend oder spätestens Sonntagmorgen soll ein von Mozilla angekündigter Fix die Probleme mit den Firefox-Erweiterungen bei Desktop-Nutzern ausräumen. Nutzer bräuchten keine aktiven Schritte zu unternehmen, versprechen die Browserentwickler. Wer sichergehen will, dass die Problembehebung schnell beim eigenen Browser ankommt, sollte allerdings sicherstellen, dass Firefox die Möglichkeit hat, sogenannte Studien durchzuführen.

Fix via Firefox-Studie

Das entsprechende Kästchen „Firefox das Installieren und Durchführen von Studien erlauben“ ist normalerweise aktiviert. Es ist in den Einstellungen unter dem Punkt „Datenschutz & Sicherheit“ – recht weit unten – zu finden. Mit der Nutzung des Studiensystems ist es Mozilla möglich, den Bug-Fix schnell und unkompliziert zu verteilen. Bis die Problembehebung ankommt, kann es aber bis zu sechs Stunden dauern. Ob der Fix abgeschlossen ist, können Nutzer überprüfen, indem sie „about:studies“ in die Browserzeile eingeben. Dort müsste dann die Studie „hotfix-update-xpi-signing-intermediate-bug-1548973“ zu finden sein.

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7 Kommentare
weber
weber

Es ist erschreckend zu sehen und skandalös zugleich, dass einige wenige Browser-Hersteller durch solche Ferkeleien prinzipiell in der Lage sind, die Internetnutzung binnen weniger Stunden planetenweit zu unterbinden.

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Michael
Michael

Vielen Dank für euren Hinweis. Ich hatte das Thema gleich heute früh und mich gewundert, ob ich mir da irgendwo etwas eingefangen hatte.
Da ich ein Backup aller Einstellungen, Lesezeichen etc. hatte, habe ich einfach ein neues Firefox-Profil erstellt und mein Backup wieder eingespielt. Anschließend lief der gute Firefox den ganzen Tag wieder ohne Probleme. Aufgrund eures Tipps habe ich nun die Firefox-Studie reaktiviert und da war auch gleich der Fix installiert. Der beste Browser seit 15 Jahren bei mir. :-)

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Wolf

Ich habe nicht schlecht gestaunt, dass alles plötzlich inkompatibel ist. Kaspersky, uBlock… alles weg. Die Welt des Internets sieht gerade fürchbar aus mit dieser… wie man es… Werbung?!?

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Wegner
Wegner

Bei mir auf dem Linux-PC lief am Samstag alles problemlos mit Firefox.
Keine Meldungen, alles funktionierte wie mmer.
Ich aktualisiere täglich meine Updates/Patches.

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Firefox und Co.

Ich kann mir schon den Aufschrei vorstellen, hätte man sowas bei den kommerziellen Projekten wie Chrome oder IE entdeckt :)

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Ruprecht

Ich fand es nicht so schlimm, war mal eine gute Gelegenheit, um mal die ganz alten Ad-Ons zu löschen.

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Robert
Robert

…und was machen die , mit einer älteren Version , in der es die “ Studie “ Option noch nicht gibt ? Ich scheue mich vor dem Firefox Update , da auf diesen viele meiner essentiellen Addons nicht laufen .

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