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Mega nimmt Inhalte von Usern offline, weil sie bei Suchmaschine Mega-Search gelistet waren

Diesen Hinweis erhalten alle Nutzer, die versuchen einen der bei Mega-Search hinterlegten Links aufzurufen.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis Mega wieder in Verruf gerät, mit illegalen Inhalten Geld verdienen zu wollen. Vor rund einer Woche eröffnete die erste Suchmaschine für Inhalte auf Mega. Heute hat Mega alle Inhalte, die über die Suchmaschine auffindbar waren, offline genommen. Ähnliches Vorgehen der internationalen Behörden wird von Mega-Vater Kim Schmitz stets kritisiert.

Mega-Search: An sich nicht illegal

Letzte Woche startete ein französischer Anbieter seine Seite Mega-Search.me. Dabei handelt es sich um eine Suchmaschine für Inhalte beim neuen Cloud-Hoster Mega. Natürlich kann die Suchmaschine nicht auf die Server von Mega zugreifen, geschweige denn die Inhalte entschlüsseln. Deswegen müssen die dort auffindbaren Inhalte also manuell eingetragen werden. Anonym kann dort jedermann neue Dateien mit dem entsprechenden Link, Dateinamen und Dateigröße der Datenbank hinzufügen. Der Dienst an sich ist also keinesfalls illegal.

Rund 8000 Dateien findet man bis dato bei Mega-Search.me

Tatsächlich fast nur illegale Inhalte

Natürlich sieht das in der Praxis anders aus, denn die meisten Einträge bei Mega-Search sind tatsächlich illegaler Natur. Rund 7000 Einträge finden sich inzwischen im Bestand der Suchmaschine. Am heutigen Donnerstag gegen 13 Uhr deutscher Zeit, gab der Betreiber der Suchmaschine aber bekannt, dass sämtliche Einträge, die im Fundus der Suchmaschine waren, auf Mega nicht mehr zu erreichen sind. Und tatsächlich: alle eingereichten Links die älter sind als Donnerstag Mittag sind nicht mehr erreichbar. Selbst Einträge, deren Dateiname keinerlei illegale Inhalte verspricht sind offline.

Welche Grundlage gibt es für die Löschung?

Es wäre möglich, dass Mega lediglich die öffentlichen Links der Inhalte gelöscht hat, die Dateien aber im Account für die User weiterhin hinterlegt sind. Aber selbst in diesem Fall ist es fraglich, welche rechtliche Grundlage Kim Schmitz und sein Team dem pauschalen Offline-nehmen der Dateien zugrunde legen. Dadurch dass die User den Dateinamen ihrer Einträge manuell hinterlegen müssen, kann sich hinter den Links auch eine komplett andere Datei befinden, was die rechtliche Beurteilung noch schwerer macht. Vermutlich dürfte eine gehörige Portion Respekt und Vorsicht mitspielen, da Mega den Behörden keine Angriffsfläche für einen erneuten Rechtsstreit bieten möchte.

Diesen Hinweis erhalten alle Nutzer, die versuchen einen der bei Mega-Search hinterlegten Links aufzurufen.

Mega Ironie?

Man kommt jedoch nicht umher, die Ironie dieses Vorfalls zu bemerken. Denn gerade Kim Schmitz stellt sich seit der Razzia gegen Megaupload gerne als Märtyrer hin, dem Unrecht widerfahren ist und kritisiert dabei auch, dass die damaligen Behörden die Dateien der User ohne Begründung konfisziert und offline genommen haben. Genau gegen diesen Vorwurf müssen sich Schmitz und sein Team nun offenbar selbst behaupten.

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5 Kommentare
jswebschmiede
jswebschmiede

Wenn es nur illegale Inhalte waren, wieso soll Mega die Leute darüber in Kenntnis setzten, völliger Blödsinn, aber von T3N ist man ja Verleumdung gegenüber Kim Schmitz gewöhnt, ich erinnere mal an den Artikel „Warum ich Kim Schmitz nicht einmal meinen Hausmüll anvertrauen würde“ was reine Meinungsmache war und nun schon wieder.

Scheinbar hab Ihr persönlich was gegen Herrn Schmitz, aber gegen Google Drive, Uploadet, Rapidshare, Dropbox usw. berichtet Ihr nix. Die machen genau das selbe wie Mega.

Zu Berichterstattung gehört es für mich nicht, Meinungen zu generieren, für so was haben wir schon die Bild.

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