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Mehr als die Hälfte aller Blockchain-Patentanträge kam 2017 aus China

Alibaba-Logo. (Foto: dpa)

2017 kamen mehr als die Hälfte aller Blockchain-Patentanträge aus China. Vor allem der chinesische E-Commerce-Gigant Alibaba ist in dem Bereich mittlerweile sehr aktiv.

Noch stammen die meisten Blockchain-Patente aus den USA. Das könnte sich aber schon bald ändern. Nach Angaben von Thomson Reuters kamen 56 Prozent aller Patentanmeldungen mit Blockchainbezug im Jahr 2017 aus China. Die USA folgen mit 22 Prozent auf Platz 2. Besonders eifrig war 2017 Alibaba, Asiens zweitgrößtes Unternehmen nach Marktkapitalisierung.

Mehr als zehn Prozent aller Blockchain-Patente im Jahr 2017 entfallen auf den chinesischen E-Commerce-Konzern. Weltweit hat nach Informationen von Nikkei Asian Review in dem Jahr nur eine Institution mehr Patente mit Blockchainbezug angemeldet: die chinesische Zentralbank. Tatsächlich sind unter den zehn Organisationen mit den meisten Blockchain-Patentanmeldungen im Jahr 2017 nur drei, die nicht aus der Volksrepublik stammen. Dabei handelt es sich um die US-amerikanische Großbank Bank of America, das europäische Unternehmen Nchain Holdings sowie das Kreditkartenunternehmen Mastercard.

China: Ja zur Blockchain, nein zu Kryptowährungen

Die chinesische Regierung ist kein Freund von Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICO). Nachdem 2017 mehrere inländische Kryptobörsen geschlossen wurden, sperrt die Regierung seit 2018 auch den Zugang zu ausländischen Seiten, auf denen mit Kryptowährungen gehandelt wird oder auf denen Investitionen in ICOs ermöglicht werden. Der massive Anstieg an Blockchain-relevanten Patenten aus der Volksrepublik zeigt jedoch, dass die chinesische Industrie und auch der Staat für das Land eine führende Rolle im Blockchain-Sektor anstreben.

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