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Mehr als sicher Suchen: Duckduckgo stellt neue Apps vor

(Bild: Duckduckgo)

Duckduckgo will mehr als eine Suchmaschine sein. Mit einer plattformübergreifenden Lösung sollen Nutzer mehr Privatsphäre beim Surfen bekommen. 

16 Milliarden Suchanfragen gab es beim auf Privatsphäre bedachten Anbieter Duckduckgo bisher. Ein Wachstum von über 50 Prozent allein im letzten Jahr zeigt, dass Nutzern ihre Privatsphäre wichtiger wird. Duckduckgo will jetzt einen weiteren Schritt gehen und hat am Dienstag seine Apps für alle Plattformen runderneuert. Sie blocken jetzt Tracker und sorgen für mehr Privatsphäre beim Surfen – nicht mehr nur beim Suchen.

Duckduckgo-Apps spüren Tracker auf – sind aber kein Adblocker

Die Statistik von Duckduckgo zeigt, welche Tracker am meisten auf den besuchten Websites vorhanden sind. (Bild: Duckduckgo)

Die Statistik von Duckduckgo zeigt, welche Tracker am meisten auf den besuchten Websites vorhanden sind. (Bild: Duckduckgo)

Die neuen Apps spüren Tracker auf und blockieren diese. Vor allem geht es um die großer Werbenetzwerke wie Facebook oder Google. Ein Adblocker wird die Duckduckgo-App allerdings nicht. Für das Aufspüren der Tracker werden Easylist und Disconnect genutzt sowie eigene Recherchen betrieben. Die Apps gibt es für Firefox, Safari, Chrome, iOS sowie Android.

Sie zeigen zudem an, welche Tracker den Nutzer verfolgen wollen. Eine Statistik schlüsselt auf, zu wie viel Prozent die besuchten Websites Tracker enthalten.

Duckduckgo zeigt Nutzern ein Privatsphäre-Ranking für Websites

Neben dem Blocken von Trackern erhalten Nutzer auch ein Privatsphäre-Ranking für die besuchten Websites, die in Kategorien von A bis F eingeteilt werden. Es setzt sich zusammen aus der Anzahl an Trackern sowie Kriterien wie Verschlüsselung und Privatsphäre-Praxis der Anbieter.

Bietet eine Website eine verschlüsselte Variante an, die allerdings nicht als Standard verwendet wird, leitet Duckduckgo jetzt automatisch auf die https-Variante weiter.

Die Duckduckgo-Apps zeigen die unterschiedlichen Kriterien, die auf einer Website geprüft werden, an. (Bild: Duckduckgo)

Die Duckduckgo-Apps zeigen die unterschiedlichen Kriterien, die auf einer Website geprüft werden, an. (Bild: Duckduckgo)

Ein großer Faktor, den Duckduckgo natürlich nicht beeinflussen kann, sind die Daten, die Nutzer auf einer Website selbst eingeben. Dafür gibt es eine Kooperation mit dem Dienst „Terms of Service Didn’t Read“ (TOSDR), die ein Ranking der jeweiligen Website unter Privatsphäre-Gesichtspunkten ausgibt. In Zusammenarbeit mit Duckduckgo soll der Dienst mehr und mehr Websites beinhalten.

Apps sind Open Source und sollen eine einheitlichere Lösung bieten

Für mehr Transparenz hat Duckduckgo die Apps, die in allen gängigen Stores zur Verfügung stehen, Open Source auf Github zur Einsicht veröffentlicht.

Mit den neuen Apps fährt Duckduckgo einen ähnlichen Ansatz wie der Browser Qliqz oder die bekannte Browser-Erweiterung Ghostery, die inzwischen beide zum Burda-Verlag gehören. Allerdings, so der Gründer, will Duckduckgo mit einer einheitlicheren und plattformübergreifenden Lösung den Markt erobern.

Passend dazu: Google-Alternativen – Die 30 besten Suchmaschinen wie Duckduckgo im Kurztest

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