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Mercedes EQC: Daimlers erster vollvernetzter Stromer ist offiziell

Mercedes EQC. (Foto: t3n.de)

Daimler hat am Dienstag die Hüllen von seinem ersten vollvernetzten Stromer genommen. Der Mercedes EQC erinnert optisch an den GLC, unterscheidet sich allerdings in vielen Details vom Verbrenner-SUV.

Mercedes hat es endlich geschafft: Nach langer Zeit der Ankündigungen und Konzepte hat das Unternehmen sein erstes rein elektrisches Serienfahrzeug vorgestellt. So futuristisch wie das EQ-Concept von 2016 mutet der Mercedes EQC von außen nicht an, viel smarte Technik, verbunden mit zahlreichen Services, steckt dennoch drin.

Mercedes EQC: Crossover-SUV mit 300 Kilowatt Leistung

Mercedes positioniert seinen EQC anhand der gestreckten Dachlinie und der Scheibengrafik mit einer tiefen Bordkante und seinem coupéhaften Dacheinzug am Heck rein optisch zwischen einem üblichen SUV und einem SUV-Coupé. Ein weiteres markantes Merkmal der Front ist eine große „Black-Panel-Fläche“, mit der Scheinwerfer und Grill umschlossen werden. Dass der EQC zur EQ-Familie gehört, ist anhand der blauen Streifen auf schwarzem Grund und einem ebenso blauen „Multibeam“-Schriftzug zu erkennen.

Mercedes EQC. (Foto: t3n.de)
Mercedes EQC. (Foto: t3n.de)

Der Crossover-SUV besitzt ein komplett neu entwickeltes Antriebssystem: An Vorder- und Hinterachse sitzt je ein kompakter elektrischer Antriebsstrang (eATS). Der EQC erhält damit die Fahreigenschaften eines Allradantriebs. Durch den Allradantrieb und insgesamt 300 Kilowatt (408 PS) Leistung soll das E-Auto eine hohe Fahrdynamik besitzen. Das maximale Drehmoment gibt Mercedes mit 765 Newtonmetern an. Mit dem Stromer sollen über 450 Kilometer Reichweite nach NEFZ möglich sein. Die Maximalgeschwindigkeit des EQC beträgt 180 Kilometer pro Stunde, in 5,1 Sekunden beschleunigt er von null auf 100 Stundenkilometer. Je nach Vorliebe kann beim EQC aus fünf verschiedenen Fahrprogrammen mit unterschiedlicher Charakteristik gewählt werden: Comfort, Eco, Max Range, Sport sowie einem individuell anpassbaren Fahrmodus.

Mercedes EQC. (Foto: t3n.de)

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Die Motorleistung wird laut Mercedes außerdem je nach Fahrsituation dynamisch abgerufen, sodass etwa im Stadtverkehr nur der Frontmotor aktiv ist. Die Energierückgewinnung kann der Fahrer über Schaltwippen, sogenannten „Paddles“ hinter dem Lenkrad beeinflussen.

Mercedes EQC: 80-Kilowattstunden-Akku mit 450 Kilometern Reichweite

Ein Blick auf den Akku des Mercedes EQC. (Foto: t3n.de)
Ein Blick auf den Akku des Mercedes EQC. (Foto: t3n.de)

Der 80 Kilowattstunden starke Lithium-Ionen-Akku kann mit bis zu 110 Kilowatt geladen  und soll in 40 Minuten von zehn auf 80 Prozent Leistung gepumpt werden. An die angekündigten 150 Kilowatt Ladeleistung des Audi E-Tron kommt er nicht ganz heran, beim Schnellladen unterscheiden sich die beiden Modelle bis zur vollen Ladung nur um etwa zehn Minuten. Der EQC hat serienmäßig einen wassergekühlten On-Board-Lader (OBL) mit einer Leistung von 7,4 Kilowatt verbaut. Damit ist er für das Laden (per Wechselstrom) zu Hause und an öffentlichen Ladestationen vorbereitet. Laut Mercedes geht das Laden zu Hause mit der hauseigenen Wallbox bis zu dreimal schneller.

Der Mercedes EQC kann mit zuhause mit der Wallbox deimal schneller als über die Steckdose geladen werden. (Foto: t3n.de)
Der Mercedes EQC kann zu Hause mit der Wallbox dreimal schneller als über die Steckdose geladen werden. (Foto: t3n.de)

Mercedes ist das Thema Sicherheit beim Akku besonders wichtig: Daher hat das Unternehmen dafür gesorgt, dass der EQC ringsherum „Knautschzonen“ besitzt und bei Hitze und Kälte jeweils optimal klimatisiert ist. Das Thermomanagement verlängert laut Mercedes auch die Lebensdauer. Um den Alterungsprozess zu verlangsamen, ist die eigentliche Nennleistung von 85 Kilowatt größer als die genutzte Akkukapazität. Im Falle eines Unfalls wird zudem das Hochspannungssystem des Autos aus Sicherheitsgründen automatisch getrennt.

Mercedes macht das Laden bequemer. (Foto: t3n.de)
Mercedes macht das Laden bequemer. (Foto: t3n.de)

Damit der Zugriff auf die bestehende Ladeinfrastruktur so leicht wie möglich ist, bietet Mercedes über den Mercedes-Me-Service die bequeme Abrechnung aller 200 deutschen Anbieter an. Zudem ist das Unternehmen mit diversen Partnern am Ionity-Schnellladenetzwerk beteiligt, das europaweit an Autobahnen aufgebaut wird. Bis 2020 sollen 400 Schnellladestationen errichtet werden.

Unter der „Motorhaube“ des Mercedes EQC befindet sich kein Motor, sondern ...

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Mercedes EQC: Infotainment-System MBUX mit Anpassungen für den Stromer

Das Cockpit des Mercedes EQC. (Foto: ten.de)
Das Cockpit des Mercedes EQC. (Foto: ten.de)

Nicht nur von Außen wird der EQC als Mitglied der EQ-Familie definiert: Im hochwertig ausgestatteten Innenraum besitzt das Fahrzeug eine neue, „avantgardistische Elektro-Ästhetik“ – so die Beschreibung des Herstellers. Charakteristisch ist etwa der Lamellenkragen der Instrumententafel, der an die Kühlrippen eines Hifi-Verstärkers erinnern soll. Die Instrumententafel ist laut Mercedes „als fahrerorientiertes Cockpit konzipiert“.

MBUX an Bord: Per Sprache kann der Mercedes EQC auch gesteuert werden. (Foto: t3n.de)
MBUX an Bord: Per Sprache kann der Mercedes EQC auch gesteuert werden. (Foto: t3n.de)

Als Infotainment-System kommt das zur CES 2018 vorgestellte MBUX zum Einsatz, das zuerst in der A-Klasse verbaut wurde. Speziell für den Stromer hat Mercedes Zusatzfunktionen integriert, um etwa die Kapazität und weitere Faktoren des Elektrofahrzeugs im Auge zu behalten. Mit den EQ-Connected Services bekommt der Fahrer eine Navigation, bei der die Fahrstrecke so ausgelegt und berechnet ist, dass stets zur rechten Zeit eine Ladesäule angesteuert werden kann.

Bequem ist die Klimakontrolle: Fahrer können dem EQC mitteilen, wann sie ins Auto steigen wollen – das Fahrzeug klimatisiert sich bis dahin passend vor, sodass man im Sommer nicht ins Schwitzen kommt und bei Kälte keine Winterjacke tragen muss. Einstellen lässt sich diese Funktion entweder per Spracheingabe oder per Mercedes-Me-App.

Per optimierte Navigation surft ihr bei längeren Strecken ohne „Range Anxiety“ von Ladestation zu Ladestation. (Foto: t3n.de)
Per optimierte Navigation surft ihr bei längeren Strecken ohne „Range Anxiety“ von Ladestation zu Ladestation. (Foto: t3n.de)

Smart soll der EQC auch während des Fahrens sein: Das Assistenzsystem „ECO Assistent“ signalisiert dem Fahrer dabei durch visuelle Hinweise, wann er beispielsweise den Fuß vom Pedal nehmen kann – etwa weil in Kürze eine Geschwindigkeitsbegrenzung folgt. Es trägt auch zu Funktionen wie Segeln oder optimierter Steuerung der Rekuperation bei. Für diese Funktionen werden unter anderem Navigationsdaten, Erkennung von Verkehrszeichen und Informationen der Sicherheitsassistenten wie Radar und Stereokamera kombiniert genutzt.

Der 2,4 Tonnen schwere EQC wird ab 2019 im Mercedes-Werk in Bremen produziert. Dort wird der Stromer allerdings nicht allein gefertigt, sondern kann zusammen mit Verbrennermodellen vom Band rollen. Mitte 2019 soll er zu kaufen sein. Über den Preis schweigt Daimler sich noch aus – Unternehmenschef Dieter Zetsche sagte lediglich, der EQC werde eine „wettbewerbsfähige Preisstellung“ besitzen.

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Disclosure: Die Reise unseres Autors zum zur Vorstellung des Mercedes EQC in Stockholm wurde von Daimler finanziert. Einfluss auf die Berichterstattung hat das nicht.

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