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125 Millionen Dollar für den Bill Gates des Cloud-Computings

Florian Leibert hat das Unternehmen Mesosphere mitgegründet. (Foto: Mesosphere)

Das Cloud-Startup Mesosphere streicht eine Riesenfinanzierung über 125 Millionen Dollar ein. Die Jungfirma mit deutschen Wurzeln könnte damit das jüngste Mitglied im Einhorn-Club sein. 

Das junge deutsch-amerikanische Softwarehaus Mesosphere hat von Investoren weitere 125 Millionen US-Dollar eingesammelt. Mit der vierten Finanzierungsrunde stecken nun rund 250 Millionen Dollar in dem Unternehmen, das 2013 von den deutschen Informatikern Florian Leibert und Tobias Knaup sowie dem US-Amerikaner Ben Hindman gegründet worden war.

Mesosphere ermöglicht die grenzenlose Cloud

Mesosphere hat ein Betriebssystem entwickelt, mit dem man Anwendungen über die Grenzen von verschiedenen Rechenzentren hinweg managen kann. Dabei können Rechner in der „Cloud“ mit in den Unternehmen selbst betriebenen Servern frei kombiniert werden. Dieses Konzept wird auch als „Hybrid Cloud“ bezeichnet, weil klassische Cloud-Dienste wie die Google Cloud oder Azure von Microsoft mit Hard- und Software aus eigenen Beständen – etwa für besonders sensible Daten – unter einer Oberfläche zusammengeführt werden.

Womöglich schon Einhorn-Status

Zur Unternehmensbewertung wollte Mitbegründer Leibert im Gespräch mit der dpa keine Auskunft geben. Da sich aber noch die Mehrheit der Unternehmensanteile in der Hand der Gründer und Mitarbeiter befindet, könnte Mesosphere bereits zum Kreis der so genannten Unicorns gehören, also der Unternehmen, die mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden.

Die vierte Finanzierungsrunde wird angeführt vom Finanzinvestor T. Rowe Price Associates und der Gesellschaft Koch Disruptive Technologies (KDT). KDT ist eine Tochter des US-Mischkonzerns Koch Industries, der von den Milliardären David und Charles Koch geführt wird. Vor knapp einem Jahr waren bereits Microsoft und Hewlett-Packard Enterprise (HPE) mit 73,5 Millionen Dollar eingestiegen, auch um dem Cloud-Dienst AWS von Amazon entgegenzutreten. Zum Kreis der Investoren gehört auch In-Q-Tel, die Risikokapitalfirma des US-Geheimdiensts CIA.

Mesosphere beschäftigt derzeit knapp 300 Mitarbeiter weltweit und unterhält in Hamburg ein größeres Ingenieurbüro, in dem Entwicklungsarbeit stattfindet. Das Unternehmen arbeitet derzeit nicht profitabel. „Wir befinden uns noch in der Wachstumskurve“, sagte Leibert. Zu den Kunden von Mesosphere gehören die Deutsche Telekom, Verizon , die Kabelgesellschaft Time Warner sowie die kalifornischen Netzschwergewichte Ebay, Paypal und Twitter. dpa

Zum Weiterlesen: Mesosphere-Chef Florian Leibert – Der Bill Gates des Cloud-Computings

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