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Interview

Mesosphere-Chef Florian Leibert: Der Bill Gates des Cloud-Computings

Florian Leibert hat das Unternehmen Mesosphere mitgegründet. (Foto: Mesosphere)

Florian Leibert hat einst die Infrastruktur für Twitter und Airbnb aufgebaut, heute legt er sich mit seinem Cloud-Startup Mesosphere mit Amazon und Google an. Wir haben ihn für die t3n 47 interviewt.

Das Startup Mesosphere hat Microsoft und HP als Investoren gewinnen können, zählt Ebay und Netflix zu seinen Kunden und konkurriert mit Amazon und Google um die Cloud-Herrschaft. Trotzdem ist das Unternehmen außerhalb der Tech- und Gründerszene weitgehend unbekannt. Das liegt auch in der Firmenidee selbst begründet – denn was die Gründer Florian Leibert, Benjamin Hindman und Tobias Knaup gebaut haben, ist für den Technik-Laien schwer verständlich.

Das Startup hat ein Betriebssystem für die Cloud entwickelt, basierend auf dem Open-Source-Programm Apache Mesos. Die Technik integriert sowohl Datenverarbeitung als auch Container-Technologien. Mit dem System sollen Websites flexibler agieren können als mit monolithischen Programmen.

 „Twitter teilte ein Grundproblem mit vielen im Silicon Valley: eine Riesenapplikation.“

Die Idee zu ihrem Startup kam den drei deutschen Gründern durch ihre Arbeit bei Twitter und Airbnb. Als Hindman und er bei Twitter anfingen, sei die Website ständig down gewesen, berichtet Leibert im Gespräch in der t3n 47: „Das Unternehmen teilte ein Grundproblem mit vielen Firmen im Silicon Valley: Es hatte eine Riesenapplikation.“ Bei einer bestimmten Größe skaliere so etwas nicht mehr gut. Weil alles eine Anwendung sei, könne man wenig optimieren. „Wenn du an einer Stellschraube drehst, änderst du auch an einer anderen Stelle im System etwas“, so Leibert.

Mesosphere greift auch in Deutschland an

Die Lösung: eine interne Cloud. Statt einer Anwendung, die alles macht, verteilte Twitter die Aufgaben auf viele kleine Anwendungen. Die so genannten Microservices decken etwa Kreditkartenprozessoren ab oder den Login. „Durch diese Dezentralisierung können viele Teams parallel arbeiten.“ Schnell stellten die späteren Mesosphere-Gründer fest, dass das Problem von Twitter viele Unternehmen im Silicon Valley haben – so kamen sie auf die Idee für ihr eigenes Startup.

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Während in den USA auch Großkonzerne wie Verizon auf die flexible Plattform setzen, müssen die drei Gründer in ihrer Heimat Deutschland noch Überzeugungsarbeit leisten. Es sei nicht ganz einfach, Firmen hierzulande zu erreichen. „Wir müssen noch daran arbeiten, gerade im deutschen Markt Erfolgsgeschichten zu erzählen“, sagt Leibert. Die ersten Konzerne zeigen immerhin Interesse: Derzeit bastelt Mesosphere gemeinsam mit einem nicht näher genannten deutschen Autokonzern an einem Connected-Car-Konzept.

Auch wenn das Produkt nicht jeder sofort begreift, so gelten die drei Gründer als Visionäre. Auf einer Konferenz wurde Florian Leibert kürzlich gar als „Bill Gates des Cloud-Computings“ bezeichnet. Vielleicht ist es genau dieser Vergleich, der am besten zeigt, wie groß der von den Gründern gewählte Markt in Zukunft noch werden kann.

Wie sich Mesosphere von den Cloud-Produkten von Amazon und Google unterscheiden will und warum das Startup ein Angebot von Microsoft ausgeschlagen hat, lest ihr im Interview in der t3n 47. Das ganze Heft findet ihr hier.

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