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Trotz Kritik: Facebook launcht Messenger Kids auch in Kanada und Peru

Der Messenger Kids ist für Kinder unter 13 Jahren gedacht. (Bild: Facebook)

Auch außerhalb der USA ist der Messenger Kids jetzt verfügbar – obwohl Gesundheitsexperten die App kritisieren.

Für einen normalen Facebook-Account gilt ein Mindestalter von 13 – die Messenger-Kids-App können auch jüngere Kinder nutzen. Die Zielgruppe sind Sechs- bis Zwölfjährige. Die App war bisher nur in den USA verfügbar. Am Freitag hat Facebook mitgeteilt, den Messenger Kids in Kanada und Peru gelauncht zu haben und ihn außerdem um eine französische und eine spanische Version zu erweitern.

Eltern können den Messenger Kids für ihre Kinder einrichten und danach die Nutzung kontrollieren. Facebook hatte den Messenger für Kinder im Dezember 2017 gelauncht. Damit sei das Unternehmen dem Wunsch von Eltern nach einer sicheren Chat-App für Kinder gefolgt. Facebook hatte betont, die App enthalte keine Werbung und die Daten würden nicht für Marketingzwecke genutzt.

Offener Brief an Zuckerberg: Schalt die App wieder ab!

In einem offenen Brief hatten Gesundheitsexperten Mark Zuckerberg im Januar aufgefordert, die App wieder vom Markt zu nehmen. Die übermäßige Nutzung von Smartphones und sozialen Medien schade Kindern. Zuckerberg solle „jüngere Kinder in Ruhe lassen und ihnen erlauben, ohne den Druck aufzuwachsen, der mit der Nutzung von sozialen Medien entsteht“. Unterzeichnet wurde der Brief von rund 100 Ärzten und Organisationen, die sich für das Kindeswohl einsetzen. Die Kritik ebbte nicht ab – im Mai verliehen die Kritiker ihren Sorgen mit einer Petition Nachdruck.

Facebook will jetzt im Zuge der Ausweitung der App auf Kanada und Peru mehr Erklär-Features einbauen, die die App insgesamt kinderfreundlicher machen sollen. So sollen die Kinder vier Prinzipien zustimmen: Sei freundlich, sei respektvoll, sei sicher und hab Spaß. Außerdem soll ein interaktiver Guide Kindern erklären, wie sie Wertschätzung gegenüber Freunden und Familie zeigen können.

Facebook will auch die Kontrollmöglichkeiten für Eltern ausweiten: Künftig sollen beide Eltern statt nur ein Elternteil Zugriff auf den Account haben.

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