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Metahash: Blockchain-Routing-Protokoll schafft 80.000 Transaktionen pro Sekunde

(Bild: Metahash)

Das Startup Metahash hat ein gleichnamiges Blockchain-basiertes Netzwerk vorgestellt. Das darin enthaltene Routing-Protokoll Tracechain soll bis zu 80.000 Transaktionen pro Sekunde schaffen.

Probleme der Blockchain-Technologie wie hohe Gebühren und geringe Transaktionsgeschwindigkeiten sollen mit dem neuen Krypto-Netzwerk Metahash des gleichnamigen Startups bald der Vergangenheit angehören. Laut den Metahash-Gründern Gleb Nikitin, Vladimir Bashkin und Anton Agranovsky soll das automatische, selbstlernende Routing-Protokoll Tracechain, auf dem Metahash basiert, bis zu 80.000 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten können.

Metahash: 80.000 Transaktionen pro Sekunde, drei Sekunden für ein Approval

Für ein Approval werden drei Sekunden benötigt, wie es in einer entsprechenden Mitteilung heißt. Zum Vergleich: Die Bitcoin-Blockchain schafft aktuell nur zwölf Transaktionen pro Sekunde und benötigt für ein Approval zehn Minuten – ein häufig genannter Kritikpunkt an der Technologie. Um die Netzwerkknoten zu synchronisieren und einen optimalen Aufbau zu erreichen, setzt das Netzwerk auf künstliche Intelligenz.

Metahash will eine große Zahl von Transaktionen mit preiswerter Hardware verarbeiten. Das soll die angeblich „branchenweit niedrigsten Transaktionsgebühren“ ermöglichen, wie das Unternehmen ankündigt. Derzeit läuft eine Testphase, in deren Rahmen mehr als 200 vorläufig bereitgestellte Server verwendet werden. Im Schnitt kostet ein solcher Server 40 US-Dollar pro Monat. Das Netzwerk ist derzeit als Testversion für Windows, OS X und Unix verfügbar. Versionen für iOS und Android sollen laut Metahash folgen.

Metahash-Plattform: Browser für dezentrale Anwendungen

Zu der Metahash-Plattform gehört mit Metagate außerdem ein Browser für dezentrale Anwendungen – etwa Wallets für digitale Währungen. Darüber hinaus steht mit Metaapps ein Tool für die Entwicklung solcher Anwendungen bereit. Der Browser kann hier schon heruntergeladen und das Netzwerk getestet werden.

So soll der Metagate-Browser des Netzwerks Metahash aussehen. (Screenshot: Metahash.org)

Sobald das Netzwerk voll funktionsfähig ist, sollen die temporären Server durch die Knoten von Token-Eigentümern ersetzt werden. Die Metahash-eigene digitale Währung nennt sich Metahashcoin (MHC). Die Kryptowährung soll innerhalb des Netzwerks getauscht werden, aber auch in Bitcoin, Ethereum und andere Währungen konvertiert werden können. Metahash bietet nach eigenen Angaben die Interaktion und Integration unterschiedliche Netzwerke. Die Sicherheit sollen fünf verschiedene Konsensalgorithmen garantieren.

Der ICO zum Verkauf der ersten Token soll noch im Laufe dieses Quartals starten. Insgesamt 9,2 Millionen Metahashcoins sollen in der ersten Runde ausgegeben werden. Der Preis beträgt 0,0125 Ether – rund sechs Euro. Eine zweite ICO-Runde soll gegen Ende des Jahres durchgeführt werden. Mit dem Start des dezentralisierten Netzwerks rechnen die Macher Anfang 2019.

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