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Microsoft 365 bringt Windows 10, Android und iOS näher zusammen

Microsoft Your Phone. (Bild: Microsoft)

Mit der Plattform Microsoft 365 lässt der Redmonder Riese Smartphones und Windows 10 noch enger zusammenwachsen. Microsoft hat im Zuge der Build-Entwicklerkonferenz neue Funktionen angekündigt, mit denen Daten nahtlos über Geräte-Barrieren hinweg ausgetauscht werden können.

Schon auf der letztjährigen Build 2017 hatte Microsoft angekündigt, dass man dort hinwolle, wo die User seien – nicht nur auf Windows, sondern weiteren Plattformen wie iOS und Android. Dieses Thema setzt sich auch auf der Build 2018 fort. Entsprechend hat Microsofts Windows-Chef Joe Belfiore eine Reihe neuer Features für diverse Plattformen vorgestellt, mit der ihr auf eure Daten über Plattformgrenzen hinweg zugreifen könnt.

Microsoft 365: Neue „Your Phone“-Experience spiegelt Smartphone auf den Desktop

Ihr könnt euer Android-Smartphone künftig komplett auf Windows 10 spiegeln. (Bild: Microsoft)

Mit der neuen Funktion „Your Phone“ sollt ihr künftig direkt von eurem Windows-Rechner auf euer Smartphone zugreifen können – Microsoft spricht von einem Fenster in euer Smartphone. So sollt ihr etwa Zugriff auf Textnachrichten, Fotos und Benachrichtigungen erhalten. Außerdem sollt ihr beispielsweise Fotos, die auf dem Smartphone liegen, per Drag-&-Drop in ein Dokument verschieben können. Die Funktion wird in Kürze im Windows-Insider-Programm eintrudeln.

Microsoft setzt auf eine Multi-Device-World mit Fluent-Design. (Bild: Microsoft)

Weiter geht’s mit dem Microsoft-Launcher für Android: Der Alternative Launcher wird laut Microsoft Unterstützung für Enterprise-Kunden erhalten. Unter anderem wird er Zugriff auf Business-Anwendungen per Microsoft Intune erhalten. Darüber hinaus bekommt der Microsoft-Launcher Unterstützung für die Timeline-Funktion, die Bestandteil des Windows-10-April-Updates ist. Ab dem 7. Mai erhält der Edge-Browser für iPhones und iPads Zugriff auf eure Surf-Sessions eures Windows-10-Rechners – auch via Timeline.

Mit der Timeline-Funktion könnt ihr euch Aktivitäten in chronologischer Reihenfolge bis zu 30 Tage rückwirkend anzeigen lassen – und zwar auf jedem unterstützten Gerät.

Auch neu: Sets. Dabei handelt es sich gewissermaßen um Browser-Tabs, nur in weiteren unterstützten Programmen. Die Sets-Funktion soll speichern, welche Dokumente der Nutzer zuletzt bearbeitet hat und öffnet diese, sobald das betreffende Programm aufgerufen wird. Die Sets-Funktion wird zu Beginn von Universal-Windows-Platform-(UWP)Anwendungen unterstützt. Auch Win32 und Web-Apps sollen mit wenigen Handgriffen ebenso eine entsprechende Funktion erhalten.

Passend dazu: Microsoft verpasst Outlook und Kalender neue Funktionen

Neuigkeiten sind auch im Bereich Adaptive Cards zu vermelden. Erstmals auf der Build 2017 angekündigt, hilft das quelloffene Framework dabei, interaktive Inhalte aus diversen Services zu visualisieren. Optisch entsprechen sie den Karten in Cortana, sollen aber plattformübergreifend in Microsoft-Diensten eingebunden werden. Unter anderem ist es laut Microsoft etwa möglich, Bezahlungen darüber zu autorisieren (in den USA) oder Issues auf Github in Outlook oder Microsoft Teams zu kommentieren.

Adaptive Cards: Github-Issues könnt ihr künftig direkt aus Outlook kommentieren. (Bild: Microsoft)

Künftig wird es per Adaptive Cards auch möglich sein, Bezahlungen per Outlook vorzunehmen. Dies wird via Microsoft Pay realisiert – ein Dienst, der in Deutschland nicht verfügbar ist. Falls er es denn einmal sein wird, könnt ihr direkt aus eurem Posteingang Bezahlungen vornehmen.

Microsoft 365: Neue Möglichkeiten für Entwickler für smartere Apps

Kern der neuen Microsoft-365-Funktionen ist der Microsoft Graph, mit dem Entwickler alle notwendigen Drähte wie Personen, Konversationen, Termine und Inhalte miteinander verflechten können. Für die Entwicklung „smarter Apps“, wie Microsoft sie nennt, bringt das Unternehmen zahlreiche neue Tools und Möglichkeiten der Entwicklung.

Die Microsoft-Teams-API für den Microsoft Graph ist aktualisiert worden, um „maßgeschneiderte“ Apps zu entwickeln. Ferner hat Microsoft eine tiefere Sharepoint-Integration für Microsoft Teams angekündigt, um eine Sharepoint-Page in einen Teams-Channel zu integrieren. Entwickler können skriptbasierte Frameworks in den Projekten nutzen. Außerdem soll es leichter sein, die neue Designsprache Fluent zu unterstützen. Weitere neue Tools sind .NET Core 3.0 und die Container-Lösung MSIX. Darüber hinaus sollen mit neuen Azure-ML und Javascript-Funktionen angepasste Erweiterungen für Excel-Formulare erstellt werden können.

Maschinelles Lernen darf natürlich nicht fehlen: Mit der Windows-Machine-Learning-Plattform sollen Entwickler leicht Machine-Learning-Modelle in der Cloud erstellen und offline deployen können.

Auch Entwickler, die Windows-Desktop-Anwendungen entwickeln und pflegen, sollen all diese Tools mit ihren bestehenden Win32-, WPF- und Windows-Forms-Anwendungen nutzen können. Einige der Neuankündigungen stehen ab sofort zur Nutzung bereit, andere werden Microsoft zufolge erst im Laufe des Jahres verfügbar sein.

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