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Nach Tay-Desaster: Neuer Microsoft-Chatbot Zo darf nicht über Politik reden

(Screenshot: Zo.ai/t3n)

Im März musste Microsoft den KI-Chatbot Tay nach nur wenigen Stunden wegen rassistischer Tweets löschen. Der neue Microsoft-Chatbot Zo soll netter sein – und muss zu politischen Themen schweigen.

Microsoft-Chatbot: Nach Tay kommt Zo

Weniger als 24 Stunden hatte es beim ersten Versuch gedauert, bis sich Microsoft-Chatbot Tay auf Twitter von einer menschenliebenden KI in einen Nazi verwandelte, wie ein Twitter-Nutzer im März dieses Jahres süffisant bemerkte. Tay sorgte mit rassistischen, antisemitischen und sexistischen Aussagen für Missfallen. Microsoft musste die KI, die eigentlich so kommunizieren sollte wie ein weiblicher Teenager, schnell vom Netz nehmen. Jetzt nehmen die Microsoft-Entwickler offenbar einen neuen Anlauf: Ein Zo getaufter Chatbot ist in dem Social Network Kik aufgetaucht.

Bisher nur im Social Network Kik anzutreffen: der neue Microsoft-Chatbot Zo. (Screenshot: Zo.ai/t3n)
Bisher nur im Social Network Kik anzutreffen: der neue Microsoft-Chatbot Zo. (Screenshot: Zo.ai/t3n)

Kik-Nutzer können dem neuen Microsoft-Chatbot schon Fragen stellen, obwohl sich die KI auf Kik noch im Early-Access-Modus befindet. Antworten zu Fragen nach Tay beantwortet Zo übrigens nicht. Darüber hinaus hat die KI bei sensiblen Themenfeldern wie Politik offenbar ein Redeverbot verpasst bekommen. In einem ersten kurzen Test der Kollegen von Mashable konnte Zo nicht überzeugen, der Chatbot gebe ähnliche Antworten wie viele andere Bots auch.

Microsoft verpasst Chatbot Politik-Verbot

Dass Microsoft mit seinem neuen Chatbot-Versuch enorm vorsichtig sein dürfte, ist aber nach dem Tay-Desaster klar. Die Entwickler haben offenbar Stopplinien einbauen müssen, damit sich Zo nicht wie Tay zu einem pöbelnden Chatbot entwickelt. Was Microsoft mit Zo vorhat, und inwieweit der Chatbot auch über die Grenzen von Kik hinaus – etwa erneut bei Twitter wie Tay – zum Einsatz kommt, ist noch nicht bekanntgegeben worden. Nicht-Kik-Nutzer können sich jedenfalls auf der Zo-Webseite für eine Nutzung von Zo außerhalb von Kik bewerben.

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