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Microsoft Defender bietet jetzt Manipulationsschutz für alle Windows-Nutzer

Der Windows Defender kann sich ab sofort auch selbst schützen. (Bild: Microsoft)

Microsoft aktiviert schrittweise für alle Windows-10-Nutzer den Manipulationsschutz für den Defender-Dienst. Voraussetzung ist die Version 1903, das sogenannte Mai-Update.

Mit der neuen Tamper-Protection, die in deutschen Windows-Versionen Manipulationsschutz heißt, stellt Microsoft sicher, dass der systemeigene Defender-Dienst nicht mehr ausgehebelt werden kann. Die Sicherheitsfunktion existiert seit dem Mai-Update von Windows 10, war aber bislang nicht für jedermann verfügbar.

Neue Malware greift Defender-Dienst an

Um zu verhindern, dass sich Schadsoftware auf Rechnern unter Windows 10 einnistet, liefert Microsoft schon seit einiger Zeit den Defender-Dienst mit. Dieser schützt vor bekannten Viren und anderen Bedrohungen und soll heuristisch auch unbekannte Bedrohungen erkennen können.

Die Schwachstelle des Dienstes bestand bislang indes darin, dass er sich nicht selber schützen konnte. Deshalb konzentrierten sich die Entwickler von Malware wie Nodersok, über das wir hier berichteten, darauf, den Defender-Dienst als solchen auszuhebeln, um auf den dann ungeschützten Rechnern beliebigen Schadcode ausführen zu können.

So verbindet etwa Nodersok die infizierten Rechner zu einem Botnetz zur Durchführung von Klickbetrugsaktionen. Ebenso wären aber auch DDoS-Attacken, Krypto-Mining oder das Verteilen weiterer Schadsoftware möglich.

Manipulationsschutz sichert den Defender-Dienst

Nun hat Microsoft zunächst alle Unternehmenskunden der Microsoft Defender ATP auf aktivierten Manipulationsschutz umgestellt. Die Nutzer von Windows Pro und Home sollen nach und nach folgen, wie der Software-Hersteller in einem Blog-Beitrag mitteilt.

In den Systemeinstellungen könnt ihr schnell nachsehen, wie es in eurer INstallation um den Manipulationsschutz bestellt ist. (Screenshot: t3n.de)

In den Systemeinstellungen könnt ihr schnell nachsehen, wie es in eurer Installation um den Manipulationsschutz bestellt ist. (Screenshot: t3n)

So prüft ihr, ob ihr den Manipulationsschutz bereits aktivieren könnt

Um herauszufinden, ob ihr bereits die Möglichkeit habt, den Manipulationsschutz in Anspruch zu nehmen, geht ihr in die Systemeinstellungen eurer Windows-Installation. Dort bewegt ihr euch in den Optionen zur Windows-Sicherheit und wählt Viren & Bedrohungsschutz. Nun klickt ihr auf Einstellungen verwalten unter Einstellungen für Viren & Bedrohungsschutz.

Wenn ihr den Manipulationsschutz bereits aktivieren könnt, seht ihr die entsprechende Option relativ weit unten auf der Seite. So braucht ihr nicht zu warten, bis Microsoft das Feature automatisch aktiviert.

Passend dazu: Nodersok: Microsoft warnt vor neuer Malware, die Web-App-Technologie nutzt

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