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Automatisierung mit Microsofts Flow: Die IFTTT-Alternative im Kurztest

(Screenshot: Flow)

Mit Flow bietet Microsoft jetzt eine Automatisierungslösung nach dem Vorbild von IFTTT an. Flow soll sich vor allem an Enterprise-Kunden richten.

IFTTT-Alternative Flow: Microsoft will eure Workflows automatisieren

Im April 2016 hat Microsoft die Beta-Version des Workflow-Tools Flow vorgestellt. Das Tool orientiert sich am beliebten Dienst IFTTT und soll genau wie das Vorbild die Automatisierung von Arbeitsschritten ermöglichen. Nur will sich Microsoft mit Flow nicht an Privatnutzer richten, sondern positioniert sich mit dem Dienst vor allem im Enterprise-Sektor. Damit konkurriert Flow eher mit dem hauptsächlich im Unternehmensbereich genutzten Dienst Zapier. Allerdings unterstützt Flow derzeit von Haus aus gerade mal 58 verschiedene Dienste, während IFTTT fast 400 und Zapier mehr als 500 unterstützt.

Wie bei den beiden erwähnten Konkurrenten könnt ihr mit Flow ganz einfach einen Workflow zur Automatisierung zusammenklicken. Dazu definiert ihr einen Auslöser, beispielsweise den Upload einer Datei auf eurem Onedrive-Speicher, und legt dann fest, was jetzt passieren soll. Außerdem ist es auch möglich, zusätzliche Bedingungen festzulegen. Dann zweigt sich euer Workflow ab und ihr könnt jeweils definieren, was Flow machen soll, wenn die Bedingung erfüllt oder eben nicht erfüllt wird. So könnt ihr mit wenigen Klicks auch komplexere Workflows mit dem Dienst automatisieren.

Microsofts Flow in Bildern

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Wie IFTTT gibt es auch für Flow eigene Apps für Android und iOS. Mit ihnen könnt ihr auch unterwegs neue Workflows erstellen. Außerdem könnt ihr euch so selbst definierte Benachrichtigungen auf euer Smartphone senden lassen. Darüber hinaus ist es möglich, Aktionen manuell über die App auszulösen. Das dürfte bei IFTTT aber tendenziell sinnvoller sein, da Flow im Gegensatz zu seinem Konkurrenten im Grunde keinerlei IoT-Dienste unterstützt.

Microsoft: Flow bietet Unternehmen eine eigene Admin-Oberfläche an

Um Unternehmen den Einsatz von Flow zu erleichtern, gibt es auch ein eigenes Administrator-Interface für Firmen. Hier kann festgelegt werden, welche Dienste den Mitarbeitern zur Automatisierung zur Verfügung stehen. So kann dann auch verhindert werden, dass Mitarbeiter sensible Firmendaten mit externen Diensten abgleichen, die nicht von dem Unternehmen genutzt werden.

Außerdem kann Flow direkt aus den eigenen Applikationen heraus aufgerufen werden. Trotzdem dürfte Flow je nach genutzten Tools und Diensten derzeit leider schlicht nicht genug Anbieter unterstützen. Auch wenn neben allen wichtigen Microsoft-Diensten auch Drittanbieter wie Slack, Github oder Trello dabei sind. Vor allem im Vergleich mit Zapier kann Microsoft hier nicht punkten.

In Flow gibt Microsoft Unternehmen ein Administrator-Interface an die Hand. (Screenshot: Microsoft)

In Flow gibt Microsoft Unternehmen ein Administrator-Interface an die Hand. (Screenshot: Microsoft)

Immerhin ist die Bedienung wirklich einfach und es gibt wie bei IFTTT eine ganze Reihe vorgefertigter Workflows, die als Grundlage für die eigenen genutzt werden können. Flow ist kostenlos, sofern ihr nicht mehr als 750 Aufrufe pro Monat verzeichnet. Für fünf US-Dollar pro Monat und Mitarbeiter erhöht sich diese Grenze auf 4.500 Aufrufe eurer Workflows. Außerdem stehen euch dann vier weitere Premium-Dienste zur Verfügung. Zu denen gehören auch Salesforce und Mailchimp.

Um aber auch das Admin-Interface verwenden zu können, zahlt ihr 15 US-Dollar pro Monat und Mitarbeiter. Dann stehen euch aber auch 15.000 Aufrufe pro Monat zur Verfügung. Je nach Mitarbeiterzahl wäre Zapier hier wohl die günstigere Lösung, allerdings unterstützt der Dienst zum jetzigen Zeitpunkt weniger Microsoft-Dienste. Die Flow-Zielgruppe dürften aber ohnehin vor allem die Firmen sein, die bereits fest im Microsoft-Ökosystem verankert sind.

Ebenfalls interessant: IFTTT – 18 1/2 clevere Rezepte für den genialen Dienst.

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Ein Kommentar
Jan Sievers

Danke, werde mal übers Wochenende ausgiebig testen. Aktuell läuft bei mir eine Mischung aus Zapier und IFTTT, denn noch gibt es Fälle, die ich mit Zapier nicht abgedeckt bekomme und wo ich dann auf das – eigentlich viel simplere – IFTTT zurückgreife.

Denke mit Flow wird es ähnlich sein: Einfach ein weiterer dieser Dienste, der dann Möglichkeiten bietet, die die anderen nicht bieten – dafür an anderer Stelle wieder Lücken hat.

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