News

Microsoft bringt mit IPE ein neues Sicherheitsmodul für den Linux-Kernel

Microsoft entwickelt LSM für den Eigenbedarf. (Foto: Shutterstock)

Microsofts Azure Cloud besteht mehrheitlich aus Linux-Servern. Die sollen nun von einem eigens konzipierten Sicherheitsmodul namens LSM profitieren.

Microsoft will seine Azure Cloud sicherer machen. Die Azure-Datenzentren beherbergen seit Jahren mehrheitlich und in steigendem Maße Linux-Server. Lange hatte der Hersteller versucht, dieser Entwicklung mit eigenen Servern etwas entgegenzusetzen. Inzwischen hat sich Microsoft unter CEO Satya Nadella zu einem offenen Umgang mit der freien Betriebssystemalternative entschieden.

Nix mehr verpassen: Die t3n Newsletter zu deinen Lieblingsthemen! Jetzt anmelden

LSM soll Code-Integrität gewährleisten

Nun hat der Hersteller ein neues Linux-Sicherheitsmodul (LSM) namens IPE (Integrity Policy Enforcement) vorgestellt. LSM, wie etwa die bekannteren Selinux oder Apparmor, stellen dem Kernel zusätzliche Sicherheitsfunktionen zur Seite.

Das von Microsoft im RFC-Status (Request for Comments) vorgestellte IPE ist nicht für die breite Masse bestimmt, sondern soll gezielt Integritätsprobleme von Code für Linux in der Azure Cloud des Herstellers lösen. Wie Microsoft verlautbaren lässt, soll die IPE – vereinfacht ausgedrückt – dem Besitzer eines Systems helfen, sicherzustellen, dass nur von ihm autorisierter Code ausgeführt werden darf.

Sicherheitsmodul etwa für Firewalls

Zwar enthält der Linux-Kernel bereits ein LSM für die Code-Integrität, das IMA (Integrity Measurement Architecture). Das neue Sicherheitsmodul IPE soll sich von IMA aber vor allem dadurch unterscheiden, dass es nicht von den Metadaten des Dateisystems abhängt. Zudem soll IPE ausschließlich deterministische Eigenschaften prüfen, die nur im Linux-Kernel selbst vorhanden sind.

Zielgeräte für den IPE-Einsatz sind damit nicht allgemeine Linux-Server, sondern solche mit einem ganz gezielten Einsatzzweck, etwa Netzwerk-Firewalls im Rechenzentrum. Weitere Informationen zu IPE bietet die Dokumentationsseite des Projekts bei GitHub.

Passend dazu: Linux erobert die Microsoft-Cloud: 40 Prozent der Azure-VMs nutzen das freie OS

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung