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Microsoft-Mitgründer Paul Allen stirbt mit 65 Jahren an Krebs

Microsoft-Mitgründer Paul Allen 2011. (Foto: dpa)

Microsoft-Mitgründer Paul Allen ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Der US-Milliardär und Kindheitsfreund von Bill Gates starb an einer Krebserkankung.

Microsoft-Mitgründer Paul Allen ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Das teilte das Unternehmen Vulcan Inc., dessen Gründer und Vorsitzender der US-Unternehmer war, am Montag im Namen seiner Familie mit. Der Technologie-Pionier, milliardenschwere Investor sowie Besitzer zweier US-Profisport-Teams und bekannte Philanthrop sei am Montagnachmittag nach Komplikationen im Zuge einer Lymphdrüsenkrebs-Erkrankung gestorben.

Forbes schätzt Vermögen von Paul Allen auf 20 Milliarden Dollar

Microsoft-Mitgründer Paul Allen war auch im US-Sport eine Größe. (Foto: dpa)

Allen hatte den Software-Konzern 1975 zusammen mit seinem Kindheits- und Jugendfreund Bill Gates gegründet. Nur acht Jahre später verließ er Microsoft wieder, bereits damals hatten die Ärzte bei ihm Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert. Allen besiegte den Krebs mehrmals, zuletzt vor neun Jahren, blieb aber gesundheitlich angeschlagen. Bei Twitter hatte Allen jüngst mitgeteilt, sich erneut wegen Lymphdrüsenkrebs behandeln zu lassen.

„Allen zählte lange Zeit zu den reichsten Menschen der Welt.“

„Mein Bruder war ein bemerkenswertes Individuum auf jeder Ebene“, teilte Allens Schwester Jody Allen mit. „Während die meisten Paul Allen als Technologen und Philanthropen kannten, war er für uns ein geliebter Bruder und Onkel, und ein besonderer Freund.“ Millionen von Menschen seien von Paul Allens Großzügigkeit berührt gewesen und von seiner Hartnäckigkeit, sich für eine bessere Welt einzusetzen, erklärte Vulcan-Vorstandschef Bill Hilf in der Mitteilung.

Allen war maßgeblich daran beteiligt, dem Computerriesen IBM für den ersten Personal-Computer ein Betriebssystem zu beschaffen, das als MS-DOS die Basis für den Erfolg von Microsoft legte. Den Durchbruch hatte Microsoft 1980 geschafft, nachdem sich IBM dazu entschieden hatte, das Betriebssystem für den ersten PC nicht selbst zu entwickeln, sondern bei der Firma von Allen und Gates einzukaufen.

Allen zählte lange Zeit zu den reichsten Menschen der Welt. Zuletzt schätzte Forbes sein Vermögen auf gut 20 Milliarden US-Dollar. Der Microsoft-Mitgründer spendete große Summen für wohltätige Zwecke, zudem engagierte er sich mit hohen Immobilien-Investitionen bei der Stadtentwicklung der US-Westküstenmetropole Seattle und war Besitzer der American-Football-Mannschaft Seattle Seahawks sowie des Basketball-Teams Portland Trail Blazers. dpa

Übrigens, in einer Fragerunde mit Studenten hat Paul Allens Microsoft-Mitgründer Bill Gates über seine größte Schwäche als Unternehmer gesprochen – und damit eine wichtige Lektion über Führungsqualitäten geteilt. Lies auch: Das war Bill Gates größte Schwäche als Unternehmer

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