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Nach Gmail-Update: Microsoft verpasst Outlook und Kalender neue Funktionen

Outlook. (Foto: Shutterstock/Maxx Satori)

Kurz nachdem Google der Webversion von Gmail einen Neuanstrich verpasst hat, zieht Microsoft bei seinen Office-Produkten nach. Outlook-Mail, der Kalender und weitere Produkte erhalten eine Vielzahl neuer Funktionen.

Microsoft erweitert seine Produkte wie Outlook und den Kalender um diverse Business-Funktionen, mit denen das Unternehmen sich insbesondere besser gegen Google mit seiner G-Suite, unter anderem bestehend aus Gmail und dem Kalender, positionieren will. Google hatte seinen Produkten in den vergangenen Monaten allerhand Updates verpasst. Was hat Microsoft in petto?

Outlook und Kalender mit vielen Neuerungen

Ein Teil der neuen Funktionen dreht sich um das Thema Rechnungen: So sollen im Kalender künftig Erinnerungen an ausstehende Rechnungen erstellt werden können. In der Outlook-Webversion werden E-Mails auf ihren Inhalt hin analysiert – sind Rechnungsinformationen enthalten, schlägt die Software einen Termin, einen Ort und den Betrag der Zahlung vor – es sei aber auch möglich, automatisch eine Erinnerung für den Zahlungstermin vorzumerken. Zwei Tage vor dem Fälligkeitstermin erhaltet ihr eine Erinnerung.

Microsofts Outlook und Kalender können mit Rechnungen umgehen und euch an die Bezahlung erinnern. (Bild: Microsoft)

Darüber hinaus will Outlook dabei helfen, Veranstaltungsorte für Events und Besprechungen schneller zu finden. Dabei bezieht sich die Software auf bereits besuchte Orte wie Besprechungsräume oder auch neue Cafés in der Nähe. Bei der Auswahl des Ortes werde Microsoft zufolge auch die Anzahl der Teilnehmer einbezogen, über die mobile iOS-App sei es zudem künftig leichter möglich, die eigenen Besprechungsräume zu reservieren.

Die Funktion wird laut der Ankündigung zunächst auf Outlook für Windows bereitstehen, soll aber auch in die iOS-App einfließen. Die Informationen eines gewählten Ortes sucht Outlook sich automatisch und erstellt daraus einem Kalendereintrag. In Kombination mit der Outlook-iOS-App können sogar Standortinformationen und Verkehrsbedingungen zusammengeführt werden, um den passenden Zeitpunkt zum Aufbruch vorzuschlagen.

RSVP und mehr: Besseres Tracking und Weiterleitungsfunktion in Outlook

Microsoft Outlook hat ein besseres Event-Management bekommen. (Bild: Outlook)

Um eine bessere Übersicht von Events zu erhalten, hat Microsoft unter anderem an der Teilnehmer-Verwaltung gefeilt. Outlook ermöglicht eine bessere Übersicht der Zu- und Absagen zu Veranstaltungen – sogar jene, die man nicht selbst organisiert. Auf diese Weise sollen Teilnehmer ihren Tag leichter organisieren können.

Darüber hinaus kann der Veranstalter bestimmen, ob Teilnehmer die Einladung an weitere mögliche Interessenten weiterleiten dürfen. Das neue Feature steht für Veranstaltungen von bis zu 500 Teilnehmern auf dem Desktop und der Webversion zur Verfügung.

Mit dem neuen Outlook habt ihr mehrere Zeitzonen im Griff. (Bild: Microsoft)

Neuerungen auch im mobilen Outlook

In der Outlook-App für iOS wird eine Übersicht aller Unternehmens-Mitglieder integriert. Das Feature ist laut Microsoft direkt mit dem Azure-Active-Directory verknüpft. Es können Hierarchie, Berufsbezeichnungen und zusammenarbeitende Kollegen angezeigt werden. Zur Integration der Funktion in die Android-App hat Microsoft sich noch nicht geäußert.

(Bild: Microsoft)

Praktisch: Künftig kann Outlook Entwürfe mittels der Cloud synchronisieren. Damit könnt ihr etwa eine Mail auf dem Smartphone beginnen und dann auf eurem Desktop-Rechner weiterschreiben. Zudem integriert Microsoft seine Office Lens in die Anwendung, wodurch Bilder vom Whiteboard oder Dokumenten direkt in eine E-Mail eingebettet werden können. Diese Funktion wird ab Mai 2018 zuerst in Outlook für Android bereitstehen. Für iOS und Android bietet Microsoft bald Proxy-Unterstützung an.

Office Lens zieht in Outlook ein. (Bild: Microsoft)

Des Weiteren integriert Microsoft eine Schnellantwortfunktion in die Outlook-App für iOS. Mit diesem Feature soll das Beantworten von Mails wie ein Text-Chat anmuten. Die Funktion zieht auch in die Android- und Mac-App ein.

Mit einem Favoriten-Tag soll es künftig möglich sein, seine am häufigsten kontaktierten Personen zu markieren. Diese können dann in einer speziellen Übersicht rascher erreicht werden können, so Microsoft. Die Funktion soll ab Juni 2018 auf iOS und Android einziehen.

Für die iOS-Version kommt ab Juni 2018 eine engere Verzahnung zwischen Outlook und Onenote. Damit können beispielsweise Gruppenveranstaltungen mit den in Outlook geschriebenen Notizen verknüpft. In einem neuen Fenster sollen unter anderem auch künftige Veranstaltungen der Gruppe angezeigt werden.

Ferner baut Microsoft in die Android-Version eine Blockierfunktion für Bilder ein, die vor externen Inhalten schützen soll. Solche Bilder werden laut Microsoft angehängt, um etwa zu Marketing-Zwecken zu tracken, ob eine Mail geöffnet wurde.

Ab Juni 2018 wird Microsoft eine Outlook-Version für Smartphones anbieten, auf dem nur ein Konto angelegt werden kann. Auf diese Weise können Unternehmens-Smartphones sich ausschließlich mit dem Firmen-Office-365-Konto verbinden, wodurch verhindert werden soll, Unternehmens- und persönliche Daten auf einem Gerät zu verwalten.

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