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Microsoft ist wieder auf dem Radar von Datenschützern

Microsoft muss sich zu Datenschutzbedenken aus den Niederlanden äußern. (Foto: VDB Photos/Shutterstock)

Verstößt Windows 10 weiterhin gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union? Zumindest möglicherweise, ist die niederländische Datenschutzaufsicht der Ansicht.


Die Dutch Data Protection Agency (DPA) hat die Windows-10-Versionen Pro und Home überprüft und sich dabei, wie heise.de berichtet, an der Erfassung der sogenannten Telemetriedaten gestört. Damit sind zum Beispiel durch den User besuchte Websites, geöffnete Dokumente oder auch installierte Apps gemeint.

Laut heise.de habe die Datenschutzaufsicht aus den Niederlanden erklärt, dass das Unternehmen Microsoft als Betreiber von Windows 10 sich zwar an Vereinbarungen gehalten habe, aus der Ferne aber andere Nutzerdaten sammele, was unter Umständen ein Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen sei.

Die DPA hat die entsprechenden Ergebnisse der Überprüfung an die zuständige Datenschutzaufsicht in Irland, wo Microsoft ansässig ist, weitergeleitet. Dort erwartet man nun Aussagen von Microsoft im Hinblick auf die Bedenken.

Microsoft: Engagement für Schutz der Privatsphäre

Das Unternehmen selbst ließ verlauten, dass man sich für den Schutz der Privatsphäre der Nutzer einsetze und es in der jüngeren Vergangenheit bereits Verbesserungen gegeben habe.

Aber: Die Datenschutzaufsicht aus Holland hat Microsoft bereits seit einigen Jahren im Visier. Schon 2017 mahnte die DPA an, dass Windows 10 gegen die niederländische Datenschutzverordnung verstoße. Nach einer Übereinkunft zwischen Staat und Konzern gab es unter anderem 2018 verschiedene datenschutztechnische Funktionsupdates. Wie es in dem neuerlichen Fall nun weitergeht, ist noch offen.

Passend dazu: Datenschutzkonsortium – Google, Intel und Microsoft schließen sich zusammen

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