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Bing: Microsoft rankt Seiten für Softwarepiraterie in eigener Suchmaschine

(Bild: chrisdorney / Shutterstock)

Statt Verkaufswerbung zeigt Microsofts Suchmaschine Bing anscheinend Raubkopierseiten prominent an, die Office 2019 kostenlos anbieten. Momentan ist ein solcher Eintrag noch immer zu finden, allerdings nicht mehr ganz so sichtbar. 

Microsofts eigene Suchmaschine Bing zeigt recht prominent Seiten an, die das Raubkopieren von Office 2019 ermöglichen. Der Twitter-Nutzer Jeroen Frijters hat die Domain crackfullpc.com entdeckt, die von Bing sogar als erster Suchbegriff angezeigt wird. Der Suchbegriff „office 2019 download“ ruft das seltsame Verhalten hervor.

Frijters konnte an einem Tag die besagte Seite sogar in einer Empfehlungskarte finden. Golem.de hat den Suchbegriff selbst ausprobiert und findet mit Proxy in den USA und entsprechenden Einstellungen in der Suchmaschine den Eintrag an fünfter Stelle. Auf Google gibt es das Ergebnis hingegen zumindest nicht auf der ersten Seite zu sehen.

Das Onlinemagazin ZD-Net hat den Link bereits ausprobiert. Er führt zu einem Tutorial, wie Office 2019 heruntergeladen, installiert und mit einem beiliegenden Schlüssel genutzt werden kann. Allerdings scheinen die Links auf der Seite nicht mehr zu funktionieren. Ein Scan mit der Antivirensoftware Virustotal hat die Domain, auf der die Dateien liegen sollen, als nicht schädlich eingestuft.

Auch Google ist nicht perfekt

Der Suchalgorithmus von Bing scheint noch nicht ganz so gut ausgereift zu sein, denn die Software zeigte im Herbst 2018 eine Website an erster Stelle, die Googles Browser Chrome angeboten hat. Allerdings steckt im verteilten Downloadlink angeblich Malware. Microsoft hat nach Bekanntwerden dieses Vorfalls den Sucheintrag manuell entfernt.

Allerdings sind auch andere Suchmaschinen nicht perfekt. In Deutschland bekannt ist die Domain vlc.de, die den bekannten VLC Player zum Herunterladen anbietet. Allerdings versteckt sich darin ebenfalls ungewünschte Software. Die Seite kann auch heute noch recht einfach mit Google gefunden werden. Das Problem ist, dass die Originalseite videolan.org des Herstellers weniger vertrauenswürdig klingt und nicht auf Deutsch übersetzt ist, sodass weniger erfahrene Nutzer darauf verständlicherweise leicht reinfallen können.

Autor des Artikels ist Oliver Nickel.

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