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Microsoft stellt 500 Millionen Dollar für neues Startup-Programm bereit

(Foto: Volodymyr Kyrylyuk / Shutterstock.com)

Microsoft hat ein neues Programm für Startups angekündigt. Damit will der Konzern nicht nur junge Unternehmen unterstützen, sondern sie auch an die eigene Produktpalette binden.

Das neue Startup-Programm von Microsoft unterscheidet sich vor allem in einem Punkt von gewöhnlichen Finanzierungsversprechen für junge Unternehmen. Der US-Konzern stellt nicht einfach eine halbe Milliarde US-Dollar für Gründungsideen zur Verfügung. Er verpflichtet sich stattdessen, 500 Millionen Dollar für „gemeinsame Vertriebsaktivitäten“ mit Startups bereitzustellen und ihnen einen Zugang zu der hausinternen Technologie sowie neuen Community-Räumen zu ermöglichen. Das gab das Unternehmen aus Redmond am Mittwoch bekannt.

Im Klartext: Microsoft investiert nicht einfach, sondern bindet die jungen Firmen gleichzeitig an das eigene Ökosystem. Ein Startup kann demnach die Azure-Cloud, technischen Support und Entwicklertools in Sprachen wie Node.js, Java und .NET bis zu einem Wert von 120.000 Dollar nutzen. Es bekommt zudem Zugang zu Applikationen wie Office 365 und Microsoft Dynamics 365, einem Programm, das CRM und ERP zusammenfasst.

Microsoft und der versteckte Angriff auf AWS

 „Startups sind ein unbestrittener Innovationstreiber.“

Microsoft verspricht außerdem, die Unternehmen mit den „hunderttausenden“ Partnern des Konzerns zusammenzubringen, ihnen also beim Verkauf des eigenen Produkts zu helfen. Damit richtet sich das Programm klar an Startups, deren Zielgruppen andere Unternehmen und nicht Verbraucher sind. „Startups sind ein unbestrittener Innovationstreiber, und Microsoft will mit Gründern und Investoren zusammenarbeiten, um das Wachstum der jungen Unternehmen voranzutreiben“, heißt es in einem Blogeintrag dazu.

Das Programm soll junge Unternehmen offenbar zudem in einem frühen Stadium an die Microsoft-Cloud binden. Damit kopiert der Konzern ein Modell, das auch die Amazon-Cloud erfolgreich gemacht hat: Wer Startups am Anfang vom eigenen Produkt überzeugen kann, hat sie sehr wahrscheinlich auch später noch als Kunden, wenn sie richtig groß werden. Startups wie Pinterest, Airbnb und Lyft haben beispielsweise früh AWS eingesetzt, heute profitiert Amazon von der Größe der Unternehmen. Das Startup-Programm darf man also nicht nur als Hilfe für junge Firmen verstehen, sondern auch als Microsoft-Angriff im Cloud-Bereich.

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