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Microsoft stellt neue Designs für Office-Smartphone-Apps vor

Microsoft denkt Design neu. (Grafik: Microsoft)

Welche sinnvollen Aktionen können Menschen in unter 30 Sekunden auf ihrem Smartphone erledigen? Unter dieser Fragestellung hat Microsoft begonnen, seine Office-Smartphone-Apps neu zu gestalten.

Microsoft hat Updates für Outlook, Onedrive, Word, Excel und Powerpoint fertig gestellt, die sich an einer neuen Zielgröße messen lassen müssen. Allesamt sollen sie dazu beitragen, dass sich die sogenannte Mikroproduktivität seiner Nutzer erhöht.

Outlook liest E-Mails vor. (Foto: Microsoft)

Outlook liest E-Mails vor. (Foto: Microsoft)

Hintergrund dieser Überlegung ist Microsofts Feststellung, dass die Länge einer einzelnen Smartphone-Sitzung nur zwischen 20 und 30 Sekunden beträgt, obwohl Menschen ihre Telefone tagtäglich stundenlang verwenden. Wenn nun aber einzelne Sitzungen tatsächlich nur so kurz sind, ergibt es keinen Sinn, aufgeblasene Feature-Sets aus dem Desktop-Bereich auf das Mobilgerät umzusetzen. Sie würden schlichtweg nicht genutzt.

Was ist im mobilen Einsatz nützlich, was kann weg?

Unter dieser Prämisse ist der Software-Hersteller mit dem Rotstift an seine Apps gegangen. Dabei kamen indes auch Überlegungen zum Zuge, wie beliebte oder mobil nützliche Funktionen so verändert werden können, dass sie den maximalen Produktivitätsgewinn zeigen. Den Prozess schildert Microsofts Design-Chef Jon Friedman in einem Blog-Beitrag.

So hat Microsofts Design-Team zunächst Sorge dafür getragen, dass mögliche Aktionen stets relevant zur Situation, personalisiert und im Kontext hilfreich angezeigt werden. Das Einscannen von Dokumenten findet über die mobilen Apps primär, also mobile first, über die Kamera statt und nicht mehr bloß hilfsweise.

Outlook kann E-Mails in einer Art Podcast-Ansicht vorlesen. So lassen sich E-Mails schnell checken. Die Vorlesefunktion findet sich ebenso in Word und den anderen Office-Apps.

Fluent ist die Design-Basis für alle OS

Mit dem neuen Designsystem Fluent hat der Hersteller eine UI-Basis geschaffen, bei der sich Änderungen am Gestaltungssatz stets unmittelbar auf die Benutzeroberflächen aller darauf basierenden Apps auswirken. Dazu war es erforderlich, die Apps als solche kohärent und konsistent zu gestalten, damit vorgegebene Designelemente nicht deplatziert wirken.

Im Rahmen der Suche nach der Mikroproduktivitätsunterstützung fanden die Mitglieder des Design-Teams in Kohärenz einen eigenständigen Nutzen. Der besteht darin, dass Menschen unter der Annahme kurzer Sessions und wenig Zeit in der Lage sein sollten, Apps gleichsam blind zu bedienen. Das spart Zeit und reduziert Brüche. Dabei will Microsoft die Kohärenz im Design auch über die Grenzen von Betriebssystemen hinweg aufrechterhalten.

Die Apps befinden sich gerade im Freigabeprozess für die großen App-Stores. Habt ihr sie schon erhalten?

Passend dazu: Microsoft: Windows ist für uns nicht mehr die wichtigste Komponente

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